Folge 51: Wenn das Alter zur Herausforderung wird – Was ältere Menschen wirklich brauchen

Shownotes

Wie verändert sich das Altern in Friesoythe – und was bedeutet das für ältere Menschen, ihre Familien und die medizinische Versorgung vor Ort? In dieser ersten Folge unserer Doppelfolge von "Herzblut und Heilkunst" sprechen wir darüber, welche Bedürfnisse ältere Menschen haben und warum die Geriatrie in unserer Region immer wichtiger wird.

Journalist Heiner Stix bringt ein, wie in Friesoythe über das Alter gesprochen wird, welche Erwartungen Angehörige haben und welche Sorgen ihm in Gesprächen begegnen. Seine Beobachtungen zeigen, wie stark sich die Altersstruktur verändert hat – und warum Orientierung für Familien oft schwierig ist.

Aus Sicht des St.-Marien-Hospitals erklärt Bernd Wessels, warum die Geriatrie ein Schwerpunkt des Hauses ist und welche Herausforderungen eine alternde Region mit sich bringt.

Doris Meyer von der Sozialstation beschreibt, wo Angehörige Unterstützung brauchen und welche Angebote im Alltag wirklich entlasten.

Jule Voss und Laura Roskamp aus der Therapie Voss zeigen, wie ältere Menschen Selbstständigkeit erhalten oder zurückgewinnen können – und welche Missverständnisse es über Fähigkeiten im hohen Alter gibt.

Jürgen Preut ergänzt die persönliche Perspektive eines Angehörigen: Was hilft, was überfordert, und was bleibt am Ende wichtig?

Gemeinsam entsteht ein kompaktes, ehrliches Bild davon, was ältere Menschen brauchen – und wie Familien und Versorgungseinrichtungen sie dabei unterstützen können.

Transkript anzeigen

00:00:01: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Herzblut und Heilkunst.

00:00:25: Heute starten wir in eine besondere Doppelfolge, ein Thema das viele Familien bewegt.

00:00:30: Das sind Gesprächen immer häufiger auftaucht und dass uns alle in der Region in den kommenden Jahren stark prägen wird.

00:00:36: Wenn das Alter zur Herausforderung wird, die Reaktrie- und Angehörige ... Wir sprechen darüber was ältere Menschen wirklich brauchen wie sich das Leben im Alter verändert welche Erwartungen Angehöre haben und wie das Krankenhaus darauf reagiert Und wir tun das mit Menschen, die täglich damit zu tun haben beruflich persönlich und emotional.

00:01:00: Bernd Wessels, Geschäftsführer des St.

00:01:02: Marine Hospitals und des St.-Marien-Stiftz erkennt die strategischen Herausforderungen, die ein Krankenhaus in einer alternen Region bewältigen muss – und er ist eine derjenigen, die entschieden haben?

00:01:13: Die Heriatrie ist ein Schwerpunkt, weil die Menschen hier sie brauchen!

00:01:18: Doris Meier, Leiterin der Sozialstation.

00:01:21: Sie ist nah dran an den Familien, die pflegen, sie weiß wo Unterstützung funktioniert und wo sie fehlt.

00:01:27: Sie kennt die Sorgen über Forderung Aber auch die vielen kleinen Erfolge im Alltag.

00:01:31: Julefoss und Laura Roskamp von Therapiefoss in Friseute sind bei uns, sie arbeiten jeden Tag mit älteren Menschen daran Selbstständigkeit zu erhalten oder zurückzugewinnen.

00:01:42: Sie sehen was möglich ist und was oft unterschätzt wird.

00:01:46: Jürgen Preuth aus Thüle er bringt die persönliche Seite als Angehöriger mit ein Die Verantwortung die Belastung die Unsicherheiten aber auch die Hoffnungen die man hat wenn man einen geliebten menschen Beide Elternteile begleitet.

00:01:59: Und Heiner Stix, Journalist aus Friseute ist die Stimme der Region in dieser Runde erhöht wie die Menschen über das Alter sprechen welche Erwartungen sie haben, welche Sorgen sie umtreiben und er bringt diese Perspektive heute ein.

00:02:14: Heiner du bist viel in der Stadt unterwegs als Journalist?

00:02:16: Wie spricht Friseutte aktuell über das Thema Alter?

00:02:20: Also wenn wir uns dem Thema Alter was es bedeutet im Alter in Friseutet zu leben nähern dann fange ich einfach mal mit ein paar Zahlen an.

00:02:29: Rund neun Prozent der Menschen in Friseute sind über achtzig Jahre alt.

00:02:33: Und Ende fünfundzwanzig wies die städtische Statistik einhundert und zwei Jahre alte Frau, und zwei hundert-einjährige Frauen aus.

00:02:42: Mindestens eine davon lebt meines Wissens übrigens immer noch.

00:02:46: Der zahlenmäßig stärkste Jahrgang bei den Frauen war das Jahr nineteenhundertsechzig.

00:02:51: Damals wurden zweieinhalb vier Mädchen geboren, Und seitdem ging es bei den Geburtenzahlen abwärts.

00:03:03: Zwei Ausreiser, zwanzig-zwanzig ein und zwanziger liegt wahrscheinlich an Corona.

00:03:09: Seit nineteen-sechzig kann man nicht mehr von einer funktionierenden Alterspyramide sprechen.

00:03:13: Sprich wir haben keine Basis mehr mit vielen jungen Menschen unten und eine Spitze mit wenigen alten Menschen oben sondern wir haben einen im Grunde genommen gleichbreiten Sockel, auf dem dann die älteren Menschen ruhen.

00:03:27: Zwanzig Prozent der Friseuterinnen und Friseute sind übrigens über sixty-fünf, also bereits im Rentenalter.

00:03:34: Das Ganze ist nicht nur ein rententechnisches Thema, sondern eben auch ein Thema für die Medizin, für die Pflege wenn die Menschen, die gepflegt werden müssen, werden immer älte.

00:03:44: Die pflegenden Angehörigen werden aber auch immer ältere weniger.

00:03:51: Und daraus wachsen, es liegt auch der Hand, auch Ansprüche an die Gesellschaft.

00:03:57: Der Bedarf an Pflegeeinrichtungen wächst, der Bedarf Anpflegediensten, Seniorenanlagen wird immer größer.

00:04:03: Aber vielleicht

00:04:03: lass uns sagen genau mal ein Einsteigen.

00:04:05: Welche Erwartung höchst du denn von Angehörigen wenn es um Pflegebetreuung oder auch die Krankenhausversorgung

00:04:10: ist?

00:04:12: Das lustige ist, dass die Erwartungen werden erfüllt.

00:04:15: Die Menschen sind mit denen ich gesprochen habe, sind total zufrieden Mit dem, was sie bekommen.

00:04:21: Die Qualität ist also top.

00:04:23: Woran es mangelt, einfach die Quantität.

00:04:25: Es fehlen Plätze in Pflegeeinrichtungen im Alten Wohnheimen und wahrscheinlich ist auch die Belastung für die Pflegedienste inzwischen sehr hoch.

00:04:34: Was im Allgemeinen sehr gelobt wird, ist die Art wie gearbeitet wird.

00:04:38: Das muss man wirklich sagen.

00:04:39: Also da war jemand dabei der hat von Engeln in Menschengestalt gesprochen Und sich nur lobend über die ganze Arbeit geäußert.

00:04:47: Doris Meier, wenn Sie das jetzt hören was Herr Neusticks gerade sagte.

00:04:51: Ist es tatsächlich so?

00:04:52: Wir haben viel zu wenig Pflegeplätze?

00:04:56: Also in den Altenpflegenheimen werden ja hier vor Ort primär Langzeitpflegeplatte angeboten.

00:05:02: Wenn ist dann für die Angehörigen?

00:05:04: Die möchten mal in Urlaub oder wollen einfach mal entlastet werden für zwei Wochen.

00:05:08: Diese Kurzzeitpflegeplätze sind doch sehr rar und werden halt immer nur eingestreut, da gibt es dann doch schon diese Versorgungslücken.

00:05:18: Da muss man sich sehr früh als Angehörigbar mühen, dann einen Kurzer Pflegeplatz auch zu bekommen.

00:05:24: Herr Poizzi, sind jemanden der seine Eltern beide Ende Achtzig entsprechend mit betreut?

00:05:33: Sie sind in der Situation, dass sie sagen wir möchten nicht gerne noch mal den Urlaub fahren.

00:05:38: Aber wir müssen natürlich meine Eltern auch sicher versorgt wissen.

00:05:41: Sonst haut das nicht hin!

00:05:43: Wann haben Sie begonnen sich um eine Kurzzeitfliege diesbezüglich zu kümmern?

00:05:47: Das

00:05:48: war dieses Jahr das erste Mal wo ich mich darum gekümmert habe und ich hatte wohl tierisch Glück.

00:05:54: da hab' ich mich an Frau Meier gewandt ob wir dann Möglichkeit hätten meine Eltern für vierzehn Tage dazubekommen setze ich da kurz umgeschaut und habe gesagt, okay wir haben da eine Möglichkeit in Gehlenberg.

00:06:07: Die Einrichtung haben wir dann auch altmal besichtigt...

00:06:10: Was ist das für eine Einrichtungen in Gehenberg?

00:06:12: Das

00:06:12: ist ein betreutes Wohnen.

00:06:14: Da hab' ich kurz eingreifen ambulant betreute Wohngemeinschaft.

00:06:17: Ja oder mit elf Plätzen.

00:06:21: Aber wir wurden da auch herzlich aufgenommen!

00:06:23: Wir bekommen da zwei Zimmer für meine Eltern und man kann da sogar die Betten zusammenstellen.

00:06:29: Da sagte die Pflegerin auch Vielleicht wollen meine Eltern das auch nicht, aber ich finde immer gut dass man da so eine Option hat.

00:06:35: Da kann man dann halt schauen ob jeder ein Einzelzimmer dann nimmt oder halt dass man das eine Zimmer als Rückzugsort nutzt und das andere Zimmer dann halt als Schlafzimmer.

00:06:46: Das könnte man überlegen

00:06:48: Wenn man vierzehn Tage lang eine solche Dienstleistung für die eigenen Eltern in Anspruch nimmt, dem entstehen Kosten.

00:06:55: Klar logisch kann sich jeder vorstehen und ich glaube dass ganz viele Menschen Sorge haben das sie diese Kosten nicht bewältigen können.

00:07:03: Also in diesem Fall ist es ja so, dass man über die Verhinderungspflege das Budget beträgt der dreitausend fünfhundert etwas Euro.

00:07:10: Die vierzehn Tage sind darüber refinanziert.

00:07:12: Singt

00:07:13: aber auch von dem Pflegegrad jeweils ab oder?

00:07:15: Das ist in diesem falle unrelevant weil von pflegegrad zwei bis pflegegrad fünf ist der Betrag oder das budget für die verhinderungspflege für alle gleich.

00:07:24: Ist es tatsächlich etwas?

00:07:25: einer das wir auch aufgefallen ist des menschen sagen die kosten Davor habe ich echt mal löschen, dass ich diese nicht tragen kann.

00:07:33: Dass ich mich übernehme?

00:07:35: Ja auf jeden Fall ganz ehrlich merke ich auch bei uns selber.

00:07:38: da kommt so ein zweites Thema raus was viele angesprochen haben.

00:07:42: es fehlt an Wissen eben über die Verhinderungspflege über die Erstattungsleistungen aber es fehlt tatsächlich auch an wissen was es für Möglichkeiten überhaupt gibt.

00:07:52: Da hat mir eine Freundin erzählt, dass sie am Anfang mal angefangen hat zu suchen.

00:07:57: Dann hat sie irgendwo einen Flyer gefunden und da stand dann was drin.

00:08:01: aber das war nicht das Richtige, dann hat sie weitergesucht.

00:08:04: Also da hat man so richtig gemerkt wie da eine Unsicherheit da ist.

00:08:08: wohin wende ich mich?

00:08:09: Was gibt es alles für Möglichkeiten und wie kriege ich das geregelt ohne jetzt zum Beispiel allzu tief in meine eigenen Vorsorge für die Rente einzugreifen?

00:08:20: Wenn es jeder, der das St.

00:08:22: Marine-Hospital kennt weiß, dass neben dem St.-Marien-Hospital auch das Elisabeth Haus ist eine Altenpflegeeinrichtung auch die zum Sankt Marienstift gehört.

00:08:31: diese WG so möchte ich Sie mal beschreiben dieser ambulant betreute Wohngemeinschaft in Gelenberg zählt hier auch zum sankt marien stift.

00:08:39: Die gehört auch zu uns.

00:08:40: Unter dem Dach der Stiftung finden wir auf der einen Seite die medizinischen Bereiche mit Hospital- und M-Forzetten, auf der anderen Seite die Altenpflegebereiche mit Tagespflege, mit Kurzzeitpflege mit Langzeitpflege und mit Wohngemeinschaft.

00:08:53: Das sind verschiedene Formen des Wohnens im Alter, die bieten wir alle an.

00:08:57: Nun kam gerade schon heraus eigentlich bräuchten wir noch mehr Pflegeplätze, Kurzzeitpflegeplätzchen insbesondere.

00:09:05: Ist sowas eigentlich von heute auf morgen Darstellbarl?

00:09:09: Denkt ihr auch in der Geschäftsführung überm Westerheide- und Du-Strategisch daarüber nach, noch mehr solcher Plätze zu schaffen.

00:09:17: Also Pflegeplätze als Struktur gibt es nach meinem dafür halten genug.

00:09:22: Das Problem ist wer füllt diese Struktur mit pflegekräften?

00:09:27: Und man hört ja hier wird ein was gebaut da wird etwas gebaut und Investoren sind recht umtriebig.

00:09:35: Aber der verknattene Faktor ist das Personal.

00:09:39: Die Menschen pflegen und die ambulante Wohngemeinschaft, die jetzt hier vorhin angesprochen worden ist kommt mit weniger Personal aus und das ist im Prinzip auch so.

00:09:50: das Zukunftsfach also wir werden in den stationären Altenpfleger Richtung auf Dauer erleben dass dort nur noch Schwerstpflegebedürftige unterkommen und das leicht Pflegebedüftige in diesen ambulanten betreuten Wohngemeinschaften unterkommen.

00:10:05: Das wiederum ist auch eine ganz andere Form der Wohnstruktur, denn diese Wohngemeinschaften dürfen maximal zwölf Bewohner umfassen.

00:10:14: Die müssen dann wenn man größer Komplexe hat baulich alle getrennt sein.

00:10:19: aber man kommt halt mit weniger Fliegepersonal aus und mit weniger Fachpersonal vorhandigen aus.

00:10:24: Das setzt ja voraus dass die Bewohnerinnen und Bewohner auch noch eine gewisse Selbstständigkeit haben oder?

00:10:29: Ja, auf jeden Fall selbstständig bewältigen können.

00:10:31: Genau, deswegen habe ich vorhin auch gesagt die staatsnäheren Pfleganrichtungen werden immer mehr stärker im höheren Grad Fliegebedürftigkeit versorgen also höhere Flügelstufen und die leichtfliege Bedürftige kommen dann idealerweise in diese Wohngemeinschaft unter.

00:11:00: Dann haben wir hier bei uns im Podcast Herzblut und Heilkunst auch schon einmal über das Thema Geriatrie hier am Sankt Marine Hospital gesprochen etwas was der Klinikleitung auch durchaus wichtig ist der Geschäftsführung ebenso.

00:11:12: warum?

00:11:13: ganz simpel.

00:11:14: Also die Geriatrie ist ein klassisches Querschnittfach der Medizin.

00:11:20: Patienten, die bei uns oder in anderen Krankenholzer behandelt worden sind bedürfen anschließend wenn sie weiter krank sind einer Therapie.

00:11:29: es sind Patienten aus den Inselen Medizin, Patienten aus der Neurologie, Patienten außer Chirurgie nach Unfällen beispielsweise und die können hier dann halt umfassend durch diese Querschnittsmedizin, der vorragend begleitet werden.

00:11:42: Sie sind nach wie vor Krankenhausbedürftig und werden ergänzt und versorgt durch die Pflege aber auch durch die therapeutischen Kollegen wie zum Beispiel auch der Praxisfoss.

00:11:54: Zur Praxis Foss komme ich sofort.

00:11:56: Ganz kurz noch was sind aus deiner Sicht die drei wichtigsten Bedürfnisse älterer Menschen, die im Krankenhaus ankommen?

00:12:03: Was möchten sie?

00:12:04: Ich sage einmal diese fliegerische Wärme nicht diesen kalten Krankenhausalltag, der aus der Hochmedizin kommt.

00:12:12: Der klassischen Schlaghauffersorgung und der klassischen Unfallversorgung.

00:12:17: Sie wollen aufgenommen sich fühlen und dieses familiäre frägerische Umfeld wie man es zu Hause kennt auch behalten oder halt erleben.

00:12:25: Es ist immer dann problematisch so ich bin ja nun kein Mediziner wenn Menschen aus diesem Ich sage mal Trauma kommen, dass sie plötzlich krank werden.

00:12:33: Plötzlich, ich sag mal mit der Rettungswagen in einen Krankenhaus verbracht werden ihnen wie es auch notwendig ist schnell geholfen wird durch Fachmediziner in der Kategorie nach Herzinfarkt oder in der Neurologie nach Schlaganfall oder in die Umfeldschirurgie nach dem Schenkelhalsbruch.

00:12:49: und das ist erstmal ein Traumaum.

00:12:50: wenn man dann diese Reise unternimmt kalte Krankenhausstruktur.

00:12:56: Dann ist es immer sinnvoll, wenn man dann anschließend unterkommt in einer anderen Atmosphäre wo man noch krankenhausbedürftig ist aber eine andere Atmosphere kommt der Therapie des Versorgtseins und das ist wichtig!

00:13:08: Das ist mir auch aufgefallen in meinen Gesprächen und ganz häufig kam auch noch der Punkt Es soll Wohnort nah sein.

00:13:14: Es hilft mir nichts wenn ich in einer Riesenklinik in Hamburg liege aber kein Mensch kann mich besuchen.

00:13:19: also auch da wieder dieses dieser menschliche Aspekt.

00:13:22: Es müssen halt Familien, angehörige Freunde auch vorbeikommen können damit dieses Gefühl des Betreuzseins übers Krankenhaus hinaus geleistet wird.

00:13:32: Und das was Heiner sagt ist ja auch so dass es auch heilend, dass es Therapie unterstützend wenn ich jemand habe der mich besucht wo ich weiß kommen auch wieder nach Hause.

00:13:42: Viele haben ja auch Angst davor, dass die in ein Krankenhaus kommen und vielleicht nie wieder zuhause sind weil sie vielleicht dann auch anschließend so schwer krank sind in den Pflegeheimen müssen da findet kein Pflegeplatz.

00:13:52: und dieses ergänzende soziale Umfeld ist von so großer Bedeutung.

00:13:57: Und das war auch für uns immer der Kenntnis gewesen, dass wir sagen Wir brauchen hier vor Ort In diesem kleinen Krankenhaus Die Geriatrie als Querschnittsfach Auch als aufnehmendes Fach für die großen Fachkliniken, denn sie haben ja auch keinen Platz für diese Menschen.

00:14:11: Die halt gerade eine schwere Krankung hinter sich haben und dann halt therapiert werden müssen.

00:14:16: Herr Preuth, wenn Sie jetzt an Ihre Eltern denken und an den bevorstehenden Urlaub absehbar irgendwann ... Mit welchen Gefühlen gehen Ihre Eltern denn in diesen vierzentägigen, sage ich mal, in diese vierzentägige Auszeit?

00:14:31: Ich muss meinen Eltern da noch erst einmal von überzeugen.

00:14:34: Da hatte ich auch schon Frau Mayer gefragt, wann denn der beste Zeitpunkt ist.

00:14:38: Ob man das jetzt schon macht?

00:14:40: Also wir fahren am achtzehnten weg und haben den Therapieplatz am zwölften so dass wir noch ein paar Tage zu Hause sind was sich das auch noch etwas begleiten kann aber eben halt den richtigen Zeitpunkt zu finden um das zumindest mal meine Mutter beizubringen.

00:14:56: mein Vater hat eigentlich schon eine starke Demenz.

00:14:59: Ja, das wird noch spannend werden.

00:15:00: Also da hab ich bis jetzt noch keine Erfahrung.

00:15:02: Die kann ich Ihnen dann vielleicht im Mai geben...

00:15:04: Was schützen Sie denn?

00:15:06: Ist die größte Sorge Ihrer Mutter!

00:15:08: Ich denke mal, sie macht sich wieder einen Kopf.

00:15:10: Die können das nicht so richtig verarbeiten und machen sich Gedanken.

00:15:14: Und vielleicht komme ich gar nicht mehr nach Hause.

00:15:17: Vielleicht ist es der erste Weg, dass man abgeschoben wird.

00:15:21: Aber das will man ja selber auch nicht.

00:15:24: Auch als Angehöriger muss man halt auch selber an seinen Bedürfnissen denken und auch an sein Leben, denn man muss auf dem Freiraum haben.

00:15:32: Wenn die Eltern älter werden und wenn das dann nicht mehr so gut läuft mit Demenz, hat man auch eine gewisse Distanz zu seinen eigenen Eltern.

00:15:41: Dass man auch sagt hier.

00:15:42: ich muss an mich denken jetzt kann ich auch nicht mehr für sorglich sein sonst gehe ich da selber dran kaputt.

00:15:48: Dann muss man doch mal etwas härter die Sache umsetzen Und man darf auch selber nicht so viel nachdenken.

00:15:54: Man muss sagen Die Linie wird gefahren und dann schauen wir.

00:15:59: Und ich hoffe, dass meine Eltern das auch verstehen und dass wir das halt gut über die Bühne kriegen in Gehlenberg.

00:16:08: Frau Mayer können Sie da eine Hilfestellung geben?

00:16:10: Also ich sehe das als Riesenausforderung wenn Angehörige ihre Familienangehörigen zu Hause pflegen.

00:16:18: Das ist wirklich eine Vierundzwanzigstunden Aufgabe.

00:16:21: Das muss man einfach nicht vergessen!

00:16:23: Diese Entlastungsmöglichkeiten bestehen ja mit Tagespflege, mit Kurzzeitpflege usw.

00:16:29: Die Gespräche, die dann erforderlich sind um die Dinge auch umzusetzen, sind immer ganz ganz schwierig und sind wirklich sehr sensibel zu handhaben.

00:16:38: Und da ist jeder Mensch oder jeder Angehörige und auch jeder Patient ganz individuell.

00:16:46: unterschiedlich hat was mit sozialer Prägung zu tun.

00:16:49: Wir kommen mal zum Thema Geriatrie wieder zurück und damit auch zur Ergotherapie.

00:16:54: Das Therapiezentrum Foss, Jule Foss Sie sind dort Chefin?

00:16:58: Wie groß ist Ihr Betrieb?

00:17:00: Also hier in Friseute haben wir fünf Mitarbeiter, fünf Ergotherapeutinnen und neben der Geriaterie haben wir hier auch noch eine ambulante Praxis wo wir unsere Patienten behandeln.

00:17:12: Pflegeheim hier nebenan sind wir auch noch.

00:17:14: Wie sieht ihr ganz normale Alltag aus?

00:17:16: Da kann ich das Wort am besten einmal weitergeben an die Frau Roskamp.

00:17:20: Wir starten meistens tatsächlich mit einem ambulanten Patienten in der Praxis, gehen rüber, ziehen uns um und dann gehen wir auf Station.

00:17:28: Auf Station planen wir meistens einen Tag vorher welche Patienten auf der Geriatrie sind Ein Therapiebedarf auch haben.

00:17:35: Mhm, aber wie sieht Ihre Arbeit aus?

00:17:37: Was machen Sie mit den Patienten?

00:17:38: Da kommt es auf den Patienten drauf an.

00:17:40: Wenn wir das Beispiel als Demenzpatienten nehmen, leisten wir hier ein Leistungstraining.

00:17:45: Wir machen aber auch Gangschulen mit den Patienten und arbeiten dann noch mit den Physiotherapeuten zusammen.

00:17:51: Wir versuchen eigentlich so gut wie möglich, dass der Patient für diesen alltäglichen Bedarf wieder zurechtkommt und auch weniger Hilfestellung in Leistung nehmen muss.

00:18:00: Im Idealfall wird ein Zustand wieder erarbeitet, sag ich mal.

00:18:05: Der ist ermöglicht den Istzustand zu haben, so wie er vor der Einlieferung ins Krankenhaus war?

00:18:10: Im Idealfall.

00:18:11: Ansonsten versucht man halt das zu erhalten was auch da ist.

00:18:15: Nun hatten sie gerade schon Physiotherapeutin angesprochen.

00:18:18: es ist wichtig Patienten zu mobilisieren Damit diese auch in Bewegung kommen, wo sehen Sie Ihre Schwerpunkte?

00:18:25: In dem Leistungstraining, was durch Arbeitsblätter, Gespräche oder ganz viel Spiele gefördert ist.

00:18:34: Dass man dann vieles in eins versucht zu kombinieren – die Feinmotorik, Spiele, die die Patienten vielleicht von früher noch kennen, dass man langsam aufarbeitet.

00:18:45: Was sind die drei wichtigsten Säulen der Ergotherapie?

00:18:48: Ich glaube das ... Aller wichtigste erst mal vorweg gesagt, ist es einfach den Patienten die Angst auch zu nehmen wenn sie aus dem Krankenhaus dann irgendwann wieder raus können.

00:18:58: Dass sie keine Angst vor den Alltag haben.

00:19:01: ich glaube das ist die wichtigste Säule dass man ihnen hilft einfach mit dem Alltag wieder klarzukommen und dass Sie sich trauen auch Dinge zu tun weil ich glaub oft es ist ja auch eine Kopfsache sich darauf einzulassen aber auch Dinge nicht so tun zu können wie vielleicht vorher dass ein paar Hilfsmittel gebraucht werden.

00:19:21: Das gehört auch mit zur Ergotherapie, dass wir Hilfsmittelbetreuung machen zum Beispiel G-Rollator wenn jemand den vorher nicht braucht aber jetzt brauchte.

00:19:28: da muss sich der Patient erst mal dran gewöhnen und das ist ja manchmal einfach nicht so einfach wenn man sich vorstellt Wenn man auf einmal etwas mit der eigenen Rechenhand nicht machen kann und alles nur noch mit links machen müsste, da müsste man sich auch dran gewöhnen.

00:19:42: Und das gehört natürlich zu Ergotherapie mit dazu den Patienten dann auch zu begleiten und ganz gezielte Übungen zu machen.

00:19:49: Mit dem klarzukommen was vorhanden ist wie zum Beispiel alles mit links zu machen und den Patienten einfach so wieder Sicherheit zu geben.

00:19:58: Sicherheit ist glaube ich ein wichtiges Argument gerade für Angehörige.

00:20:02: inwieweit ist es wichtig?

00:20:04: Bernd Wessels Angehörige entsprechend mitzunehmen in diesem Prozess.

00:20:09: Das ist von sehr großer Bedeutung sowohl in der Altenpflege, die jetzt eine Sozialstation oder in der stationären Pflegedage stellt wird aber auch im Krankenhaus denn sollte noch ein Partner da sein muss er ja auch wissen was geht und was nicht geht und wie er seinen Partner dann einbindet und aufnimmt und versorgt.

00:20:28: oder wir auch Jürgen sagte mit seinen Eltern nicht dass das eine Beziehung die ich auch verstehen muss.

00:20:34: Das ist

00:20:35: heilsam, dieses soziale Umfeld.

00:20:37: Aber das ist auch notwendig als man es versteht.

00:20:47: Hast du bei deinen Recherchen Angehörige getroffen die wirklich sagten wir brauchen Klarheit?

00:20:54: Wir wünschen uns Unterstützung und Entlastung.

00:20:56: Ja auf jeden Fall!

00:20:57: Das gehört dazu.

00:20:59: Denn wenn man das selber macht ... Es ist einfach Zeitraum.

00:21:03: Das ist belastend.

00:21:05: Das is anstrengend.

00:21:07: Kann ich aus eigener Erfahrung inzwischen sagen braucht da Unterstützung, man muss die Unterstützung finden und man muss sie auch annehmen.

00:21:15: Das glaube ich ist auch ganz wichtig dass man akzeptiert das sind Menschen die sind Profis, die haben vielleicht nicht die emotionale Bindung zu meinem Vater meiner Schwiegermutter wie auch immer aber die wissen wie es geht, die wissen was nötig ist und das auch eine Hilfe die man dann selber auch an nehmen kann.

00:21:32: Die Leute können das auch an Nehmen und sind eigentlich total dankbar dass es diese Hilfe gibt.

00:21:38: Vor mal ja, wo erleben Sie denn eigentlich die größten Informationslöcken bei Angehörigen?

00:21:42: Wenn es zu einem Pflegegrad kommt dann ist es so das im Anschlussjahr Beratungseinsätze stattfinden.

00:21:50: Da sind wir von der Soziaschutz- und Ansprechpartner aber da gibt's auch nochmal beim Landkreis den Pflegestützpunkt.

00:21:57: Wichtig ist dass halt Angehöhre oder Patienten sich an diese Institutionen wenden Und dann ist es so, dass ganz viele Entlastungsangebote auch über die Pflegeversicherung darstellbar sind.

00:22:09: Das ist nur im Moment wenn sie zum ersten Beratungsgespräch kommen oft ein Wuss von Informationen was viele gar nicht in den ersten momentan verarbeiten können und immer wieder einfach nochmal die Gelegenheit nutzen müssen um sich diese Dinge auch noch mal wieder erklären zu lassen.

00:22:26: Ich glaube, das ist ein ganz großes Thema.

00:22:28: Dass es viel zu viele Stellen gibt die dafür zuständig sind dass es viel so viele Kassen gibt aus denen etwas kommen kann.

00:22:35: Viel zu viele Ansprechpartner.

00:22:37: Das ist so... Vielleicht hat sich da im Laufe der Zeit das daraus entwickelt.

00:22:40: aber es ist wirklich ein Wirrwarr bei dem durchzublicken für den Einzelnen Kaum möglich ist da schon.

00:22:46: Da braucht man die Unterstützung und das ist wiederum auch eine Hemmschwelle, glaube ich.

00:22:50: Es fängt ja bei den Anträgen schon an.

00:22:52: Die Pflegekassen haben unterschiedliche Anträge Was muss sich wie wo ankreuzen?

00:22:58: Dass es so auch unser Tagesgeschäft dass ich da ganz viel auch unterstützend tätig bin weil da fängt es wie gesagt schon an und jede Kasse hat.

00:23:08: Es fängt damit an, wenn jemand ein Hilfsmittel benötigt.

00:23:12: Es wird ein Rezept vom Hausarzt angefordert und dann gehen die mit dem Rezept zum Sanitätshaus.

00:23:17: Dann ist das Sanitäthaus kein Vertragspartner, da müssen sie wieder zum anderen.

00:23:21: Da fängt es schon an.

00:23:23: Das ist im Alltag schwer zu bewältigen auch.

00:23:25: Pflegebedürftigkeit ist nicht planbar.

00:23:28: Die kommt von heute auf sofort!

00:23:31: Diese Überforderung, die dann ist dadurch dass mein Partner, mein Angehöriger von heute auf morgen pflegebedürftig wird.

00:23:37: Das kann uns ich bin ja auch schon über sechzig schneller passieren als jemand im jungen Alter.

00:23:42: aber Auch das ist denkbar und das ist wie gesagt nicht planbar Und man ist in dem moment überfordert und wenn man dann diesen ist einmal bürokratischen.

00:23:51: wir war erlebt für den zuständigkeiten und Bedürftigkeiten die man hat die man Not werden muss wenn man kein soziales umfeld hat.

00:23:58: Ich weiß wie man anspricht Das ist dann das Fiasco.

00:24:02: Ich habe in Makausen beim Seniorencafé auch mal berichtet, was es so eine Leistung aus der Pflegeversicherung gibt und dann hat mich im Anschluss eine ältere Dame angesprochen Wir kennen uns persönlich Tudoris.

00:24:15: Muss ich das jetzt wirklich alles wissen?

00:24:16: Muss ich mich darum kümmern?

00:24:18: wie muss ich mich jetzt behalten?

00:24:19: Dann hab' ich zu ihr gesagt Ganz ruhig bleiben, wenn es dann so weit kommen sollte.

00:24:24: Dann sind wir natürlich unterstützend tätig.

00:24:26: Aber das war dieses typische Beispiel dafür, dass das den Leuten die Menschen auch Angst macht.

00:24:31: Dass einfach diese bürokratischen Nühlen da sind.

00:24:34: Ich hoffe ja, dass von der Politik her auch mal irgendwie so ein Sondervermögen gebildet werden kann.

00:24:38: Dass man da halt gerade für Pflegebedürftige da auch mal Geld überhat was jetzt überall ausgegeben wird.

00:24:45: Das soll die Politik nicht aus dem Augen lassen.

00:24:48: Ich will ja Ihre Hoffnung nicht komplett ihn nehmen, aber wenn Wessels gerade bei dem Milliardendefizit das gerade die Krankenkassen beklagen wird es da ein Sondervermögensamt zur Bundesregierung geben.

00:25:00: Das ist ja nicht nur über den Krankenkasten auch für eine Pflegekasse.

00:25:02: Das Solidarpräzip heißt ja nicht umsonst, inwiefern habe ich es auch immer mal so gelernt.

00:25:07: Jung für alt, gesund für krank und vermögend für nicht so vermögen ob das auf Dauer so funktioniert Im Hinblick auf die Demografie, die wir erleben.

00:25:16: Dass wir immer eine älterne Bevölkerung haben und dass auch die Schere des Wohlstands auseinander geht.

00:25:21: Da muss man schauen wie das funktioniert.

00:25:22: Und ich glaube nicht, es ist ein Sondervermögen geben wir denn.

00:25:25: Wir müssen dort mehr die alten sozialen Tugenden von früher wieder reinholen, die auch Jürgen ja auch lebt und die wir hier auf dem Land kennen, dass auch mal der Nachbarn nach den Nachbaren guckt oder Nachbarin guckt und dass die Familie da ist und dass wir vielleicht auch die andere Lebensform gestalten müssen

00:25:43: dass der Nachbarin schaut, habe ich bei einer Bekannten erlebt die zusammen mit ihrem Mann beide auch schon weit jenseits des Sechzig glaube sogar erst weit über siebzig schon ihre Eltern zu Hause gepflegt haben bis zum Tod.

00:25:57: Alle beide das ging über Jahre hinweg und richtig nahtlos ineinander über uns hat erzählt, dass die Unterstützung von Freunden und Bekannte tatsächlich abgenommen hat, weil die Leute Hemmungen hatten.

00:26:08: Die haben sich einfach nicht

00:26:09: getraut

00:26:10: zu den kranken Menschen zu gehen und mit denen so umzugehen wie sie es früher gemacht haben.

00:26:15: Das war immer dieser Punkt.

00:26:16: mir verhalte ich mich da was kann ich machen?

00:26:18: Was muss ich

00:26:18: machen?".

00:26:19: Und das macht's glaube ich wirklich schwierig eine Pflege zu Hause zu organisieren.

00:26:24: Da sind wir dann wieder bei den Pflegediensten.

00:26:26: ohne die geht das gar nicht.

00:26:27: aber ich bin mir nie sicher ob das Vertrauen auf Nachbarschaft oder Freunde da eine tragfähige Basis für ist.

00:26:34: Nein, das ist garantiert nicht.

00:26:36: Aber ich liebe es auch bei mir zu Hause!

00:26:38: Wir haben drei Kinder und die wohnen halt nicht zuhause und ob sie zurück ins ländliche ziehen habe ich meine Zweifel.

00:26:45: Auf der anderen Seite wie gesagt muss man das Leben den Haushalt so gestalten dass es dann auf Dauer funktioniert, dass man sich gegenseitig unterstützt im Alter und wenn's da nicht mehr geht in eine andere Therapieform gehen.

00:26:56: Ich finde, die Gesellschaft hat sich ja verändert.

00:26:58: Wenn man jetzt zurückblickt auf meine Eltern ... Für sie war es selbstverständlich, dass die in der Familie auch gepflegt wurde.

00:27:05: Da haben die Töchter, Schwiegertöchter wie auch immer ihre Schwiegereltern oder Eltern gepflegt.

00:27:10: Das ist heute einfach ein bisschen anders.

00:27:13: Jetzt an meinem Beispiel sind wir mit fünf Kindern.

00:27:17: Meine Eltern leben beide noch, sind aber auch schon etwas betagt und auch etwas pflegebedürftig.

00:27:21: Wir können das, weil wir fünf ... Geschwister sind, gut meistern.

00:27:25: Wir sprechen uns da ab, wenn's um irgendwelche Dinge

00:27:27: geht.".

00:27:28: Aber das ist ja eher die Ausnahme.

00:27:30: Es ist heutzutage so, dass die Menschen im Alter doch sehr vereinsam alleine leben und die sozialen Kontakte deutlich weniger werden aufgrund des Alters auch.

00:27:41: Das ist ja die Herausforderung, die in den nächsten Jahren noch auf uns zukommt?

00:27:44: Noch mal etwas zum Grater rücken!

00:27:46: Ich hab vorhin gesagt, wir haben zu Hause drei Kinder.

00:27:52: ganz komfortabler Ausbildung gegeben.

00:27:55: Wir sind aktuell auch am Umbauen und meine Schliegermutter ist halt vor zwei Jahren, vor zweieinhalb Jahren gestorben.

00:28:01: dann haben wir gesagt wir bauen zu Hause um wir machen es barrierefrei dass wir uns auch gegenseitig versorgen können.

00:28:07: später und wir haben zu unseren Kindern gesagt ihr habt eine ausbildung bekommen jetzt werden wir das was wir angespart haben für uns verwenden.

00:28:15: Das ist auch ohne Zweifel der richtige Weg, denn ich will einmal den ehemaligen Generalvikartier Paul erwähnen aus meinem Heimatbistum und er hat mal gesagt die Fliegerverdicherung ist keine Erbschaftsschutzversicherung.

00:28:28: Denn da muss man an seinen Vermögen ran und dann wird es halt aufgebraucht.

00:28:44: Jeder möchte doch die eigene Selbstständigkeit so lang

00:28:47: es geht

00:28:47: erhalten.

00:28:48: Wie häufig erleben Sie eigentlich Frau Roskamp?

00:28:51: Bevor ich denn nochmal zu Frau Roskamme Das Patienten, die wieder zurückkehren wollen ins ursprüngliche Leben.

00:28:57: Aber Erwartungen haben, wie sie erst mal runterschrauben müssen?

00:29:01: Tatsächlich ganz oft.

00:29:03: Bestes Beispiel hatte eine Patientin, die wollte ganz schnell wieder ins Fitnessstudio.

00:29:07: Sie war neunzeig Jahre alt und ist bis zu dem Krankenhaus offenteil ins Fitness-Studio gegangen.

00:29:12: Die dann gesagt hat, ja gut, laufe jetzt am Rollator!

00:29:15: Ich kann nicht von jetzt auf gleich verlangen, dass ich wieder ins fitnessstudio

00:29:19: gehe.".

00:29:20: Ich versuche mich erst mal zu distanzieren und da fängt das dann auch an, dass Angehörige nochmal wieder auf uns zukamen und gesagt haben.

00:29:27: Was machen wir eigentlich?

00:29:29: Sollen wir das gewähren lassen?

00:29:30: die möchten ... Die Anfangszeit keinen direkten Kontakt.

00:29:33: sie möchten nicht jeden Tag betreut werden.

00:29:35: wie bewältigen wir das denn auch?

00:29:38: also da sind die Angehöhrigen Arbeit auch wieder ganz wichtig.

00:29:40: Wie gehen Sie denn mit Ängsten um die dabei hochkommen?

00:29:44: Wir versuchen die zu vermindern und den Patienten Sicherheit zu geben.

00:29:47: Dass man die empathisch stärkt, also die Ängste so gut wie möglich auch wieder runterschrauben.

00:29:54: Wenn wir mal annehmen es gibt jetzt nicht die Situation wie in der Familie von Frau Meier wo fünf Geschwister sich um die Eltern kümmern sondern vielleicht ist da eine Mutter ein Vater jetzt alleine weil die Kinder in Süddeutschland irgendwo leben.

00:30:11: Und man möchte ja in Sicht diesen Menschen Mit über achtzig Jahren, der hier auf dem Land irgendwo die ganzen Jahre, Jahrzehnte gelebt hat und sein Leben gelebt.

00:30:20: Jetzt nicht noch umtopfen, irgendwie nach Bietichheim-Bissingen im Stuttgarter Raum und dann ein Pflegeheim bringen?

00:30:26: Ich glaube das wir verdienen der Horror schlechthin.

00:30:28: Also es habe ich jetzt ganz viel gesehen in anderen Einrichtungen nicht, dass viele Angehörige tatsächlich auch wieder zurückziehen oder wenn halt ein Akutfall ist, dass Angehörtige aus einem anderen Land ... hier wieder rüber kommen innerhalb von... ... vierundzwanzig Stunden.

00:30:44: Also ich finde, dass hier der Zusammenhalt tatsächlich für die Patienten ganz ganz anders gegeben ist und das viele Angehörige versuchen das Bestmöglichste für die betroffene Person zu bewältigen

00:30:58: Wenn Patienten die Sorge haben, während Wessels aus dem St.

00:31:02: Marine Hospital nach einer akuten Behandlung, die nun hinter ihnen liegt, nach Hause geschickt zu werden.

00:31:09: Jetzt müssen wir mal kurz was gerade rücken.

00:31:11: Und zwar die Geriatrie ist kein Altenheim im Krankenhaus, sondern die Geriatri ist akut Reha und das bedeutet im Prinzip ich habe noch einen Krankenhausbedarf und während dieses Krankenhaus bedarf es fit gemacht für das was danach kommt sei es idealerweise zu Hause, sei es in einem anderen Wohnform privat oder Wohngemeinschaft, was auch immer.

00:31:35: Also Geriatrie ist eine stürzlärer Krankenhausbehandlung mit einem sehr hohen

00:31:40: Rehabilitationsanteil.".

00:31:42: Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit?

00:31:44: Dass die Geriatri diese Behandlungsform direkt nach dem eigentlichen Krankenhausaufenthalt greift und da wird jemand erst nach Hause geschickt und später dann geriatrisch betreut

00:31:55: Aus diesem akuten Notfall, aus der akuten Krankheit heraus Schlagerfall Schenkelhalsbruch Herzinfarkt Dann wird man Faller Fachklinik Meine Wingen in Oldenburg oder Westerstedte oder wo auch immer In das Marienau-Hospital überführt Und dort ist man dann noch krankenhausbedürftig Wenn man noch geschwächte zu schießen Eingriff der da passiert ist.

00:32:18: Und dann gibt es hier halt die Reha-Möglichkeiten.

00:32:21: Das sind Laste wie gesagt die großen Krankenhäuser Die am laufenden Band diese schweren Krankheitsfälle behandeln.

00:32:28: Und dann kommen die halt in die Akutgeriatrieche bei uns, sind aber noch krankernausbedürftig und erfahren dann einen sehr hohen Rehabitationsanteil.

00:32:37: Wenn man das hat – das dauert ca.

00:32:40: vierzehn Tage -, kann man nach Hause entlassen werden oder in eine weiterführende, ergänzende Behandlung übergeführt werden und hoffentlich wieder auf die eigenen Beine

00:32:51: kommen.".

00:32:51: Wo siehst du denn eigentlich die größten Stellschrauben für die Zukunft?

00:32:55: Die Stellschrauben, erst mal die notwendig sind ist das Personal.

00:32:59: Immer wieder Fachkräfte!

00:33:02: Ich komme hier gerade vor diesem Podcast von einer Veranstaltung der Amps-Achse aus Papenbruch.

00:33:07: Das ist ein Bündnis zwischen der Grasstor Bentheim und Wilhelmshaven Oldenburg Und dort ist das Fachkräftem Thema ja auch ein großes und es gibt Initiativen in dieser Faxumsregion Ampsachse auch Fachkräften aus dem Ausland zu holen.

00:33:24: Ich sehe das hier auch für Freiseute, dass wir auf Dauer Flüggekräfte gebrauchen die aus weiten Ländern kommen weil wir in Deutschland halt keine Fakten für diesen Job finden.

00:33:34: Frau Faust, wenn Sie ein Wunsch frei hätten was müsste sich in der Region verändern damit ältere Menschen noch besser versorgt sind?

00:33:42: Das hängt ja ganz stark mit dem Personal zusammen.

00:33:45: ich würde mir natürlich wünschen dass der

00:33:49: Beruf

00:33:50: auch

00:33:50: noch bekannter wird.

00:33:52: Viele wissen gar nicht, was macht ein Ergotherapeut überhaupt?

00:33:55: Wie viele verschiedene Wege gibt es diesen Beruf auszuüben.

00:34:00: Sei's im Krankenhaus oder in der ambulanten Praxis oder auf dem Hausbesuch oder in den Rehakklinik.

00:34:05: Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und mein Wunsch ist das, dass es mehr nach außen getragen wird und sich mehr Leute für diesen schönen Beruf entscheiden.

00:34:15: Nur dadurch kann die Versorgung der Patienten sichergestellt werden.

00:34:19: Frau Roskand warum sind sie Ergotererepeute?

00:34:21: Ich finde es schön, mit jungen Patienten zu arbeiten wie auch mit älteren Patienten.

00:34:27: Und ich find das auch schön, dass man in so vielen Bereichen – ich nenn's jetzt mal eintauchen kann!

00:34:32: Weil was ganz Schönes ist, man sieht, die jede Situation anders hat eine Abwechslung.

00:34:39: Vielen Dank.

00:34:40: Damit sind wir am Ende dieser ersten Folge angekommen.

00:34:43: Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei Bernd Wessels aus der Geschäftsführung bei Doris Meier von der Sozialstation bei Jule Foss und Laura Roskamp aus der Therapie

00:34:53: Foss,

00:34:53: bei Jürgen Breuth für seine persönlichen Einblicke.

00:34:56: Und natürlich beinahe Sticks für die regionale Perspektive.

00:34:59: Da gehen allen für ihre Offenheit, ihre Erfahrungen dafür dass sie dieses wichtige Thema mitgetragen haben und an.

00:35:05: Dank geht auch an Sie, die Sie zuhören vielleicht weil Sie selbst jemanden begleiten?

00:35:09: Vielleicht weil Sie sich vorbereiten möchten?

00:35:12: Vielleicht Weil Sie einfach verstehen wollen was ältere Menschen wirklich brauchen.

00:35:17: Mein Name ist Lars Kurs, wir hören uns in vierzehn Tagen wieder am fünftigten Mai mit Teil zwei dieser Doppelfolge.

00:35:23: Bis dahin und seien eine gute Zeit über uns!

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