Folge 52: Wenn Eltern alt werden – und wir an unsere Grenzen kommen
Shownotes
Was bedeutet es heute, einen älteren Menschen zu begleiten – und wie schafft man das, ohne selbst an die Grenze zu kommen? In dieser zweiten Folge unserer Doppelfolge sprechen wir über die Belastungen von Angehörigen, über Überforderung, Verantwortung und darüber, warum Unterstützung so entscheidend ist.
Journalist Heiner Stix ordnet ein, warum Friesoythe trotz seines jungen Durchschnittsalters vor großen Herausforderungen steht. Er beschreibt, warum Angehörigenpflege so viel Kraft kostet – und weshalb Hilfebedürftigkeit im Alter oft schwerer anzunehmen ist als bei Kindern.
Bernd Wessels, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, erklärt, wie das Haus Angehörige entlasten möchte und welche Strukturen eine alternde Region braucht.
Aus der Praxis berichten Doris Meyer von der Sozialstation sowie Jule Voss und Laura Roskamp von der Therapie Voss in Friesoythe. Sie zeigen, wo Angehörige Unterstützung brauchen, welche Angebote wirklich helfen und warum professionelle Hilfe kein Zeichen von Schwäche ist.
Jürgen Preut ergänzt die persönliche Perspektive eines Angehörigen: Was hilft, was überfordert – und was bleibt am Ende wichtig?
Diese Folge macht deutlich: Niemand sollte diese Aufgabe allein tragen. Gute Begleitung braucht Zeit, Verständnis und verlässliche Unterstützung.
Moderation: Lars Cohrs Redaktion: Vanessa Bartelt-Kapustin und Heiner Stix Produktion: COHRS MEDIA im Auftrag des St.-Marienstift in Friesoythe
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzblut und Heilkunst.
00:00:04: Ein Blicke in den Krankenhausalltag mit Lars Kors, Geschichten und Entwicklungen aus dem Sankt Narin Hospital in Friseute.
00:00:18: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Herzblut & Heilkuns, dem Podcast aus dem Sanctarien-Hospital.
00:00:25: Heute hören Sie den zweiten Teil unserer Doppelfolge über das Alter und dieses Mal geht es um die Menschen, die oft im Hintergrund stehen aber eine enorme Verantwortung tragen.
00:00:34: Es geht um die Angehörigen.
00:00:36: Wir sprechen darüber wie gut man begleitet ohne sich selbst zu verlieren Darüber warum Pflege in der Familie so belastend sein kann und darüber welche Unterstützung es gibt und welche wir als Region auch noch brauchen.
00:00:52: Auch heute haben wir wieder dasselbe starke Team wie in Teil eins, die selben Menschen, die beruflich und persönlich wissen was Angehörige leisten.
00:01:00: Ben Wessels Geschäftsführer des St.
00:01:01: Marinehospitals und des Sanktmarines Stifts erbringt die strategische Sicht mit denn wie kann ein Krankenhaus Angehöre entlasten?
00:01:09: Welche Strukturen braucht eine Region, die älter wird auch wenn sie statistisch gesehen eigentlich noch relativ jung ist?
00:01:17: Doris Meyer Leiterin der Sozialstation, sie kennt die Familien, die an ihre Grenzen kommen.
00:01:23: Sie weiß wie viel Unterstützung möglich ist und wieviel Kraft Angehörige brauchen.
00:01:28: Jules Foss und Laura Roskamp von Therapie Foss aus Friseute sind hier.
00:01:33: Sie sehen täglich, wie es gelingen kann, Angehöre zu motivieren, zu begleiten und auch aufzufangen, wie wichtig es ist dass sie selbst nicht ausbrennen.
00:01:43: Jürgen Preuth, Angehöriger.
00:01:44: Er bringt die persönliche Seite mit – Die Verantwortung, die Erschöpfung und Zweifel Aber auch die Dankbarkeit für Unterstützung, die trägt.
00:01:53: Und Heiner Stix.
00:01:54: Journalist aus Friseute hat mit vielen Menschen gesprochen Die Angehäurige pflegen erkennt ihre Sorgen Ihre Überforderungen, ihre Dankbarkeits- und der bringt uns wieder die Perspektive der Region mit.
00:02:05: Heiner du hast dir Zahlen angesehen in der letzten Folge, die sie ja schon präsentiert.
00:02:10: Friseute gehört demnach zu den jüngsten Städten Deutschlands und trotzdem sind Angehörige oft überlastet.
00:02:17: Wie erkläst du dir diesen Widerspruch?
00:02:19: Ich glaube, der ist einfach im Mandel der Gesellschaft begründet.
00:02:22: Wir hatten früher oftmals drei Generationenhaushalte Großeltern-Eltern-Kinder.
00:02:26: Sind dort aufgewachsen groß geworden.
00:02:28: ein Teil der Familie also nur einer hat gearbeitet.
00:02:31: Der Vater die Mutter war Zuhause hat sich um Kinder und eben auch Eltern gekümmert.
00:02:36: das gibt es heute in der Form einfach nicht mehr.
00:02:39: Die jungen Menschen gehen weg, immer öfter.
00:02:42: Gehen zum Studium in andere Städte finden dort Lebenspartner kommen nicht mehr zurück.
00:02:46: Beide Teile des Haushaltes arbeiten.
00:02:49: die Eltern die man pflegen muss werden immer älter während man selber eben auch immer Älter wird.
00:02:54: das bringt aber halt auch mit sich dass die Aufgabe immer schwerer zu lösen ist weil die mittlere Generation sind beide nicht Zuhause arbeiten beide Und dann ist man selber in der Rente, hat vielleicht auch andere Vorstellungen davon was man in der Rente macht.
00:03:08: Hat aber jetzt Eltern die ja auch immer älter werden, hilfsbedürftig sind und da hilft es uns dann nicht dass die Stadt für Säute eine sehr junge Stadt ist.
00:03:17: wir gehören tatsächlich zum jüngsten Prozent in Deutschland.
00:03:20: von den elftausend Städten und Gemeinden sind nur rund im Durchschnittsalter jünger als Friseute.
00:03:27: Das hilft uns aber ja nicht, weil es ist immer eine individuelle Situation vor der wir stehen und da ist die ganze Frage nach dem Durchschnitzalter der Stadt obsolet.
00:03:37: Bei Kindern empfinden wir Hilfsbedürftigkeit ja als etwas völlig normales bei alten Menschen häufig nichts in gleich Maße.
00:03:47: Wie stark prägt dieser Vergleich eigentlich die Belastung?
00:03:50: Wenn ein Kind etwas nicht kann, dann wissen wir es lernt dazu.
00:03:56: Wenn ein Kind etwas nicht versteht, erklären wir's ihm.
00:03:59: Ein alter Mensch lernt nicht dazu, er verlernt,
00:04:02: er
00:04:02: vergisst.
00:04:03: und wir fühlen uns auf einmal wieder in einer Situation wo wir jemanden erziehen müssen, erklären müssen, alltägliche Sachen beibringen und das geht mir zumindest zu.
00:04:13: Das bist du nicht gewohnt weil das ist dein Vater deine Mutter Schwiegereltern Das sind erwachsene Menschen, die können das eigentlich.
00:04:21: Und auf einmal stellst du fest, sie können das nicht mehr?
00:04:24: Dann kommt natürlich auch der Gedanke im Gotteswillen, irgendwann bin ich auch so!
00:04:28: Da kann ich das auch nicht mehr und das sorgt für Unsicherheit, auch für Ungeduld, der lief fest.
00:04:34: Ja, das merke ich jeden Tag wie er Sticks auch schon sagte.
00:04:39: Meine Eltern, die kennen teilweise den eigenen Haushalt nicht mehr so richtig nachkommen.
00:04:44: Wenn man denen halt dann auch irgendjemand fragt Dann ist dann wieder Vergesslichkeit da.
00:04:49: Und mein Vater sagt immer, ich bin noch mal voll fit.
00:04:53: Die sind halt auch nicht mehr realitätsnah.
00:04:56: Weil die es anscheinend nicht selber wahrhaben wollen oder sie können das vom Geistigen her nicht mehr verstehen?
00:05:04: Können Sie sich noch an dem Moment erinnern als Sie wirklich merkt, dass Ihnen noch bewusst wurde ... Menschenskind, das ist nicht mir nur einfach so, dass man sagen könnte, na ja, Papa wird schon ein bisschen tüdelig.
00:05:15: Sondern dass man merkt, das geht jetzt in eine ganz andere Richtung.
00:05:18: Ja, meine Eltern sind jetzt achtundachtzig mit fünfundsiebzig ist das so langsam angefangen.
00:05:23: und dann hatten wir uns halt auch um Ärzte gekümmert, auch Neurologen Und die haben dann halt auch sie übo gemacht.
00:05:30: und mein Vater ist da halt auch etwas schwer zur Händel.
00:05:34: Er sagt immer was sind das für Tüten?
00:05:36: Also wenn ich das Wort Typen höre Dann hätten wir schon ein Riesentütenfabrik gehabt.
00:05:43: Es nervt auch, weil man das ja nicht so gewohnt ist.
00:05:46: Man will ja eigentlich immer weiterkommen und man geht davon aus ... Das waren meine Eltern die haben mich erzogen.
00:05:52: Die haben alles gut gemeint und jetzt muss man die plötzlich noch wieder erziehen.
00:05:57: Das ist echt eine große Herausforderung und stößt definitiv an Grenzen.
00:06:03: Heiner sagte ja gerade schon bei Kindern ist eben der Unterschied ganz klar.
00:06:07: wenn dies noch nicht können den Lernen diest und merken es sich.
00:06:11: Wenn Eltern alt werden oder an einer Demenz erkrankt sind und darunter leiden, dann ist es häufig so, dass man wahrscheinlich als Angehöriger sich sagt, ich kann das nicht mehr ertragen.
00:06:21: Ich habe es jetzt zwölfmal gesagt aber eigentlich bringt's auch nichts.
00:06:24: Das ist die Wahrheit.
00:06:26: ja!
00:06:26: Wenn Sie so etwas erleben als Ergotherapeutin, Frau Hauskamp, wie gehen sie denn mit an Demenzerkrankenpatienten um in der Geriatrie?
00:06:34: Wir versuchen schon, den Patienten so zu nehmen wie er ist und versuchen auch das Beste darauszumachen.
00:06:40: Wir versuchen ganz normal mit ihnen zu sprechen nicht wie man es kennt.
00:06:44: vielleicht dass man sagt man spricht vereinfachter versucht natürlich mit dem hier in Leistungstraining dann Vielleicht auch ein bisschen zu unterstützen.
00:06:53: Können Sie ja nicht auch Angehörigen-Tipps geben die möglicherweise kurz davor sind die Geduld zu verlieren?
00:06:59: Ja können wir.
00:07:00: Die angehörige Arbeit ist tatsächlich ein großer Teil in der Ergotherapie um Angehörigen wie Herrn Preuth Unterstützung zu geben.
00:07:08: Wie sieht das denn aus?
00:07:09: Ich hol den Angehöhring tatsächlich ein bisschen raus, ich geb dem die Zeit zum Verschnaufen und sage dem Angehören, dass ich mit dem Patienten zusammen trotzdem arbeiten werde auch wenn es länger dauert und hole mir im Nachhinein dann nochmal ein kleines Feedback vom Angehörigen, wo die Schwerpunkte sind.
00:07:28: Dass man an diesen Schwerpunkten halt auch ansetzen
00:07:30: kann.".
00:07:30: Du
00:07:30: hast mal ja sie kennen so viele Menschen?
00:07:34: Im Laufe ihres langen Berufslebens haben Sie diese wahrscheinlich auch kennengelernt, die an einer Demenz erkrankt sind!
00:07:40: Wenn Angehörtige ungeduldig werden oder einfach nicht mehr können weil so eine Überlastung auch eingetreten ist... Was kann man tun um diesen Angehöregenden in dem Moment
00:07:50: auch?!
00:07:51: ein wenig Hilfe zukommen zu lassen.
00:07:53: Wenn ich dann in die Haushalte komme oder die Patienten und Angehörigen kommen zum Jens Büro, erfordert das erstmal ganz viel Empathie- und Sensibilität weil einfach ganz viele Strukturen ja durch diese Jahre und Jahrzehnte auch gewachsen sind.
00:08:08: Entlastungsangebote sind da wie Tagespflege, wie Kurzzeitpflege Wie auch Betreuung Zuhause.
00:08:15: Es ist dann halt wichtig wie kann der Patient oder die Anhörung das auch annehmen Und wie können die sich damit den Alltag besser gestalten?
00:08:23: Frau Hauskamp, meinen Sie eigentlich das ist ein strukturierter Tagesablauf.
00:08:27: Auch mit vielleicht Ritualen auf dem mensch erkrankten Patienten.
00:08:31: ganz wichtig ist, dass die Angehörige diesen mitleben.
00:08:33: oder ist es auch egal weil sie haben sowieso kein Zeitgefühl mehr.
00:08:37: Ich finde schon, dass ein strukturierter Alltag für einen menscherkranken Sicherheit gibt und das ist für die auch ganz ganz wichtig.
00:08:46: Es ist ähnlich wie bei einem autistischen Menschen, der diese Struktur auch benötigt um Sicherheit zu haben.
00:08:53: Und das kann ganz unterschiedlich sein?
00:08:54: Auf
00:08:55: jeden Fall!
00:08:55: Das kann
00:08:55: die Ergotherapie sein, das kann das Mittagessen sein, der Pflegedienst bis hin zur Rote Rosen-Fürzen-Luzeden...
00:09:01: Genau so
00:09:02: ist es!
00:09:25: Denn Wessels, wie erlebst du denn eigentlich die Belastung der Angehörigen im Krankenhaushalttag?
00:09:30: Ich gehe ja hoffiger hier übern Campus.
00:09:33: Ich sehe dann ja auch sowohl unsere alten Menschen, ich sag mal, sitzen vor dem Elisabeth-Haus.
00:09:38: Aber betrachte auch und bewundere auch die vielen Besucher, die hier noch regelmäßig ins Krankenhaus kommen.
00:09:44: wir haben vorhin von Regionalität gesprochen, von Lokalität gesprochen das Bedürfnis dass man auch Besuch bekommt im Krankenhaus und das betrachtte ich schon und bewunderde Daten.
00:09:53: aber ich kenne es auch so wenn ein Nachbar im Krankenhause ist oder dass man sie besucht, egal wie weit er weg ist.
00:10:01: Das ist dann mal eine weitere Tour, die man fährt.
00:10:04: Dieses soziale Miteinander hat es von großer Bedeutung.
00:10:08: Das gibt's nicht mehr so häufig.
00:10:09: Es gab auch noch in den Fahrgemeinden.
00:10:11: Das habe ich gesehen im Gemeinde aus Boling-Saterland.
00:10:15: Die hatten eigene Gemeindeschwester gehabt und die Besuchsthins gemacht.
00:10:19: Sie kamen als Seelsorgerin ins Haus.
00:10:21: Früher war es auch so, dass die Seelsauger und die Fahrer selber in die Krankenhäuser gefahren sind, ihre gemeinschefchen besucht haben.
00:10:28: Das ist leider nicht mehr möglich nach heutiger Zeit.
00:10:30: aber ich war vor ältlichen Jahren selbst Fahrgemeinderatsvorsitzender in der Mandakirchen-Gemeinde und da gab's Besuchsdienste wo dann aus der Gemeinde heraus die älteren kranken Menschen in den Altenheimen in den Krankenhäusern besucht worden sind.
00:10:45: das ist heute nicht mehr so möglich weil halt Ich bin ja auch als Arbeitgeber sehr dankbar, wenn möglichst viele Fachkräfte bei der Arbeit sind und nicht ausfallen weil sie halt nur besuchen oder nur pflegen.
00:10:59: Das ist ein riesiger Spagat, den ich erlebe.
00:11:01: Von daher bewundere ich, wenn Menschen das zu vielfältig hinbekommen, dass die will ich alles unter einen Hut
00:11:06: bekommen.".
00:11:07: Aber wie können denn ein Krankenhaus wie der St.
00:11:09: Marinehospital hier bei uns in Friseute helfen bevor Angehörige an ihre Grenzen kommen?
00:11:15: Man muss da auch einmal den Aufnahmeprozess sehen.
00:11:18: Wenn, wie sagt jemand, statt zu in der aufgenommen wird gibt es ja die Sozialberatung hier und auch Inlassmanagement.
00:11:24: allgemein formuliert und die Sozialbereitungen nimmt sicher jedes Patient hinan und plant er schon mit der Aufnahme die Entlassung.
00:11:32: Von diesem Hintergrund werden ja auch Angehörige einbezogen wenn sie zur Verfügung stehen, wenn Sie überhaupt Ihren Angehöhrigen besuchen können.
00:11:38: Das alles wird geplant und von daher ist das eigentlich alles aus einem Guss.
00:11:43: Was ich da halt bemängelt ist, dass eigentlich auch die Krankenkasse solche diese Aufgabe mittragen muss.
00:11:48: Aber zu der reinen Online-Bude geworden ist keine lokale Versorgung mehr hat und diese Aufgabe nicht wahrnimmt.
00:11:55: Ich war ja mal bis vor zwanzig Jahren selbst Vertriebsleiter bei einer Krankenklasse Da war es noch persönlich.
00:12:00: Heute ist das nur noch digital?
00:12:01: Ich möchte einfach nochmal unterstützen, Herr Wettels sagte gerade dass der Sozialdienst dann bei Aufnahme schon die Entlassung plant und ich finde das spricht auch für die Stärke der Sankt-Marien-Stiftung, dass wir einfach auch kurze Wege haben in der Kommunikation, dass Wir von der Sozialstattion angerufen werden, die Tagespflege schon eingebunden werden eventuell das sankt Lisa Bethaus.
00:12:22: Das spricht auch einfach für uns, dass diese kurzen Wege der Kommunikatio noch da sind
00:12:26: Kann ich jetzt aus persönlicher Warte nur bestätigen.
00:12:29: Meine Mutter wohnt ganz weit weg, war im Krankenhaus.
00:12:32: Großes Krankenhaus!
00:12:33: Sehr großes Krankenhaus... Zwei Tage vor der Entlassung kam sie mir fast verzweifelt vor weil sie nicht wusste wie geht es jetzt weiter?
00:12:40: was ist und so was?
00:12:41: Und dann habe ich so ganz naiv gesagt Ja, ihr werdet doch sowas wie eben hierhin für heute auch haben.
00:12:46: Man muss es doch auch irgendjemandem
00:12:48: geben.".
00:12:49: Und dann kam sie überhaupt erst auf die Idee sich mal schlau zu machen und hat sie gefragt... ...und dann kam tatsächlich jemanden, hat ihr geholfen!
00:12:55: Aber das ist ganz offensichtlich nicht so präsent
00:12:57: wie hier.
00:12:58: Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die wir erfüllen müssen.
00:13:01: Die hätte auch dieses große Krankenhaus erfülen müssen.
00:13:04: Aber jetzt kommt wieder das kleine Krankenhaus, das große Krankenhaus.
00:13:08: Die reinen Funktionskrankenhäuser haben nur die Funktion in ihren Genen drin und vergessen häufig diese soziale Umfeldung.
00:13:16: Das ist die Stärke des Amarin-Hospitals, des Amarinenstifts, dass wir eine Familie sind und auch in der Region, frühen Regionen nah am Menschen sind.
00:13:24: Dass es für uns eine wesentliche Aufgabe ist, die Sozialberatung wie Doris Freund sagte mit der Verbindung in den anderen Da reiche ich in die Gruppe hinein, in die Almpflege hinein.
00:13:34: Dass wir das organisieren ist uns wichtig.
00:13:42: Wir haben das Thema ja dass viele Angehörige sich auch häufig überfordert fühlen damit der Situation die nun plötzlich sicher gibt dass ein Angehöhriger nun ein Pflegefall wurde und sie selbst sind nun gefordert.
00:13:54: viele Menschen wenn Sie mal diesen Tisch hier sich anschauen diese Runde da sind ja nun einige die zu dem Baby boomern zählen also in den sechzig an geboren wurden und die nun selbst in einem Alter sind, wo die Rente naht irgendwann.
00:14:10: Und plötzlich sehen sie aber genau diese Menschen, die in diesem Alter sind über sich als Angehörige deren Eltern wiederum zum Pflegefall wurden.
00:14:21: Das heißt also man selbst ist denn schon als An gehöriger in der Situation dass man eigentlich schon sagt also so richtig jung und fit sind wir auch nicht?
00:14:27: Wir haben auch unsere Zipperleihen und unsere Bewegungen und eigentlich haben wir jetzt für unser alter etwas ganz anderes geplant.
00:14:34: Werden Sie häufig mit diesen Lebenssituationen konfrontiert?
00:14:38: Dass Menschen Ihnen erst mal sagen, wissen sie eigentlich wie das bei uns zu Hause aussieht.
00:14:41: Das erleben wir oft dass auch die Angehörigen selbst gar nicht mehr in der Lage sind Patienten zum Beispiel bei der Praxis vorbeizubringen damit die ihre Therapie wahrnehmen können und da helfen wieder natürlich auch.
00:14:55: man braucht dann viel Einführungsvermögen und dann unterstützen wir auch.
00:14:59: es gibt Taxiunternehmen die zb dann die Patienten bringen.
00:15:03: Aber natürlich merken wir das, dass einige Angehörige nicht mehr in der Lage sind sich so um ihre zum Beispiel Eltern zu kümmern wie sie es eigentlich gerne täten.
00:15:13: Wie wichtig ist bei Ihnen eigentlich in Ihrer Einrichtung des Thema Kommunikation?
00:15:18: Also dass man sagt Wir müssen mit den Menschen wirklich ständig im Gespräch bleiben und Kontakt bleiben denen auch erklären was wir jetzt machen mit welchem Ziel und wie es weitergehen kann.
00:15:28: Es ist ganz wichtig, weil es ist ja nicht getan, wenn die Patienten jetzt zu uns kommen und ihre Therapie kriegen mit den dreißigfünfvierzig Minuten.
00:15:37: Sondern das muss zu Hause weitergehen.
00:15:39: Es muss auch Zuhause weiter daran gearbeitet werden.
00:15:42: Und das geht manchmal einfach nur mithilfe von Angehörigen und somit müssen sie auch mit ins Boot geholt werden.
00:15:49: Die müssen wissen wo die Schwerpunkte sind, wo man dran arbeiten muss was helfen kann.
00:15:54: da müssen wir die einfach komplett mit ins boot holen.
00:15:57: Wie häufig diskutieren Sie dann in einer solchen Situation mit den Angehörigen, die sich jetzt in einer ganz neuen Lebensphase befinden auf einen Schlag?
00:16:07: Nämlich dass sie jetzt Mutter oder Vater mit pflegen müssen.
00:16:11: Es gibt natürlich Sachen von BIST also manche Angehöhrige sind total drin
00:16:16: und wollen
00:16:17: nur das beste und fragen auch nach die ganze Zeit was können wir noch besser machen?
00:16:21: und es gibt natürlich auch welche wo so die Haltung ist.
00:16:25: Wir bringen ihn ja extra hierhin und das muss ja wohl reichen, jetzt müssen wir auch noch zu Hause was
00:16:30: tun.".
00:16:30: Es ist einfach so.
00:16:31: es muss auch Zuhause noch etwas getan werden.
00:16:33: Im Projekt gab es Situationen in denen sie sich überfordert fühlten?
00:16:36: Da wenn man selber Termine hat und man würde weg und dann sagen meine Eltern wo willst du hin kannst du nicht hier bleiben?
00:16:43: da muss ich mich entscheiden.
00:16:44: dann gehe ich weg.
00:16:45: ne Vater Mutter sind ja noch zusammen Halt sich oft in der Stube auf, Heizung auf fünf.
00:16:51: Dann fühlen sie sich wohl?
00:16:54: Ja dann will man auch sein Leben leben und da halt auch wenn nachts Anrufe kommen... ...dann bin ich auch schon soweit wo ich sage Ich gehe da auch nicht immer ran,
00:17:04: ne?
00:17:05: Ich kenne das, dann ist der andere morgen wieder genauso gut wie der vorherige Tag.
00:17:10: ja Die haben anscheinend irgendwie Angstgefühle meine Eltern Und da müssen die mit irgendeinem sprechen.
00:17:16: aber dass kann man auch will die auch keinem zumuten, wenn plötzlich das Gespräch oder wenn das Telefon hat da um vierundzwanzig Uhr eingeht.
00:17:23: Oder nachts um eins.
00:17:24: Da muss man selber auch abgestumpft sein.
00:17:27: Sind Sie eigentlich der Einzige?
00:17:29: Ich bin der Einzeige und mein Bruder ist ... Das hab ich jetzt noch nicht erwähnt, er ist neunneunzig tödlich verunglückt.
00:17:36: Somit kennen wir das Spiel mit dem Tod.
00:17:38: ja... Und vielleicht habe ich auch deswegen Kann ich da auch so etwas leichter drüber sprechen, wo ich sagen kann hier ist jetzt Grenze.
00:17:47: Ich kann nicht für alles sorgen.
00:17:49: Wir müssen das mal so machen.
00:17:51: ihr müsst da jetzt auch mal durch meine Eltern.
00:17:54: oder dann muss man halt sagen Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo man seine Eltern in eine Pflegeeinrichtung abgeben muss.
00:18:06: Man schafft es wirklich nicht immer.
00:18:08: Ja ich hatte noch ne Frage an das Therapiezentrum sozusagen Wie gehen Sie denn mit den Patienten, um die sich ihrem Angebot eigentlich verweigern?
00:18:16: Ich sage ich habe jetzt keine Lust darauf das zu trainieren.
00:18:18: Das zu machen.
00:18:19: Ich kann das doch alles... Was können sie Angehörigen empfehlen, die vor dieser Situation stehen und die Alten sagen, ich will jetzt nicht in diese Gruppe!
00:18:27: Ich will es nicht passieren gehen!
00:18:29: Was weiß
00:18:29: ich?!
00:18:29: Ich brauche keine Fußpflege, ich kann das oder ich will das nicht.
00:18:32: Was macht man dann?
00:18:33: Das ist eine ganz, ganz gute Frage und zwar ist da im Mittelpunkt tatsächlich als allererstes dann die angehörigen Arbeit wieder.
00:18:40: Dass man mit diesen kommuniziert, dass man auch mit Ärzten kommuniziert Wir können eine Verordnung sage ich jetzt mal nicht von Jetzt auf gleich einfach abbrechen sondern wir versuchen schon Mit dem Patienten darüber zu sprechen und zu sagen hört zu Es ist in dem Sinne ja nur zu einem positiven Effekt.
00:19:02: Das ist einfach nur für was Gutes.
00:19:05: und natürlich gibt es Patienten, die vergessen das Ganze dann auch wenn man das der eine Woche besprochen hat.
00:19:12: Und da fängt man auch gerne noch mal von vorne an dass dann halt dieser Geduldsfaden wieder länger da ist wo man halt sehr viel erklären muss.
00:19:20: und dann muss man mit den Angehörigen gucken wie verfährt man?
00:19:25: Wie macht man weiter?
00:19:26: möchten die Angehörigen, dass man weitermacht.
00:19:29: Dann erklärt man es auch gerne jede Woche
00:19:31: noch
00:19:31: mal.".
00:19:31: Dorsmaja, wo erleben Sie eigentlich die größten emotionalen Belastungen bei Angehöhrigen?
00:19:36: Also die größte Belastung in der Herausforderung stellen sich da wenn wirklich eine Demenz sehr fortschaltend ist oder auch das man wirklich auf Abruf steht und selber als Angehöriger gar nicht mehr seine Ruhephasen hat oder mal in Ruhe irgendwo hingehen kann, dass immer dieses Aufabruf sein.
00:19:56: Ich glaube das ist ja belastend auch.
00:19:58: Sie hören wahrscheinlich oft ohne Hilfe geht es einfach nicht!
00:20:03: Was bedeutet denn das ganz konkret im Alltag?
00:20:07: Ja, ohne Hilfe geht es einfach nicht.
00:20:08: Das fängt bei den kleinsten Sachen wie Essenzubereitung, wie morgens dass jemand fertig gemacht wird um überhaupt in die Tagespflege zu kommen.
00:20:16: Also das fängt mit diesen ganz normalen Altersstrukturen schon an.
00:20:20: Frau Foss wo stoßen eigentlich Dienste?
00:20:23: Wie auch ihr Therapiezentrum?
00:20:25: an Grenzen also zeitlich personell und auch emotional.
00:20:29: also wenn gerade ein Patient eine sehr emotionale Geschichte mitbringt, dann ist es auch schwierig sich davon zu distanzieren.
00:20:40: Das sage ich den Mitarbeitern immer wieder ihr müsst viel Empathie und Einführungsvermögen haben aber man muss es auch schaffen nach Hause zu gehen und nicht jedes Päckchen von den Patienten mitzunehmen.
00:20:51: Ich denke da ist manchmal eine große Grenze wo man sich auch selbst bewusst sein muss ja ich habe alles getan was in meiner Macht steht um dem Patienten zu helfen.
00:21:01: Gibt es so etwas wie ein Supervisionsangebot eigentlich für ihre Mitarbeiterinnen?
00:21:05: Also wir haben immer regelmäßige Teams auf jeden Fall, wo sich dann alle untereinander auch besprechen können und wo wir dann auch solche Themen vor allem auch ansprechen.
00:21:16: Wie gehe ich mit bestimmten Situationen aber auch mit bestimmte Patienten um?
00:21:21: Dann gibt es natürlich Fortbildungen in allen möglichen Richtungen.
00:21:24: Wenn sich zum Beispiel jemand verweigert...
00:21:26: Genau, wenn sich ein Patient jetzt zum Beispiel verweigert.
00:21:28: Oder auch ein Angehöriger
00:21:29: oder einen Angehäuriger dann unterhält man sich darüber was kann man machen?
00:21:33: Es gibt verschiedene Möglichkeiten die man machen kann.
00:21:36: Man kann auch einen Therapeutenwechsel mal vorschlagen funktioniert es einfach nicht.
00:21:40: Ist stimmt die Chemie zwischen Patient und
00:21:43: Thera... Richtig, man würde heute sagen
00:21:45: das matcht nicht.
00:21:46: Genau der Vibe ist nicht da.
00:21:49: Da kann man auch den Therapeut wechseln.
00:21:52: Die Möglichkeit hat
00:21:53: man an auch
00:21:54: Wenn die Angehörigen und die Therapeuten absolut nicht wollen, dann kann man auch eine Pause einlegen.
00:22:00: Das geht
00:22:00: auf!
00:22:09: Ich möchte neben den älteren Menschen auch die Menschen mit Behinderung noch mehr einbinden.
00:22:15: und dieses Miteinander, diesen sozialen Campus würde ich gerne hier weiterentwickeln.
00:22:20: Da hab ich auch einen Antrag gestellt, in der Hoffnung, dass er ihm bewildigt wird.
00:22:24: Dann würde ich gerne einsuchen und das inklusives Kaffee bei uns hier richten.
00:22:29: Das kombinieren mit jung- und alt- und gesund-und krank.
00:22:34: Haben wir den noch auf Platz?
00:22:36: Man kann da
00:22:36: bauen!
00:22:38: Noch Platz
00:22:38: genug?!
00:22:40: Die Skirze ist schon fertig.
00:22:41: Der Antrag ist schon gestellt.
00:22:43: Ich steh damit dem Landessozialamt im Kontakt wie diese Förderung bekommen, die ich beantragt habe.
00:22:51: Dann könnten wir weiter planen und dann wäre das auch
00:22:54: finanziert.".
00:22:55: Wir haben ja nun gerade viel über die Belastungsgrenzen von Angehörigen gesprochen und über die Belastungen an sich.
00:23:01: Was möchtest du denn eigentlich Angehöregen sagen, die gerade an ihrer Belastungskränze stehen?
00:23:07: Einmal hab' ich eine Hochachtung vor denen, die das zu Hause haben.
00:23:11: Also wir hatten ja auch schiege Eltern gehabt und wir haben die klassische nendliche Großfamilie gelebt.
00:23:17: Für uns zu Hause, für meine Frau und mich war es immer ganz klar dass einer von uns dann halt auch kürzer tritt.
00:23:23: Und das hätte ja euch sein können wenn schwiegereltern Pflege bedürfen.
00:23:27: So wie wir's auch für unsere Kinder gemacht haben, wenn wir die berühmten Kindergarten oder Schulveranstaltungen gehabt haben wo auch eine zuhause bleibt.
00:23:35: und dieses soziale Miteinander das wünsche ich mir.
00:23:39: Ich wünschte mir auch dass Menschen im Krankenhaus und auch in der stationären Altenpflege, in der Kursterpflege Besuch bekommen Nicht nur Besuch bekommen, wenn es dann schon zu spät ist.
00:23:51: Wenn's schon der Todesfall eingetreten ist... Auch das erleben wir, dass es ganz dramatisch wird immer nur schlichtweg gesagt, dass sobald an der Papa Mama oder Onkel Tante verstorben sind, doch plötzlich die Erben am Anfang das schnellsten da und das ist dramatisch und ist leider eine Tatsache.
00:24:08: Wie kann man eigentlich Angehörige besser informieren ohne sie zu überfordern?
00:24:13: Ja, wie gesagt da gibt es ja vielfältige Möglichkeiten.
00:24:16: Also wenn sie ein Stationär liegen das wir den Sozialdienst haben und Wenn Sie dann halt zu Hause versorgt werden Dann haben wir das Team um die sozialstation mit der pflegeberatung Und ich denke dass sind wir hier für heute schon sehr gut aufgestellt.
00:24:29: auch Dass wir ein tolles team haben mit noch Potenzialen dass die auch noch pflegelbedürftige Aufnehmen können.
00:24:36: Es gibt ja viele sozial station Die sind an limit gekommen und können keine Patienten aufnehmen.
00:24:42: Wer Doris Meyer und die Leitungsmannschaft haben das so bekommen, dass wir auch jederzeit noch weitere Patienten aufnehmen können.
00:24:49: Da muss man ein gutes Lob an die Leitung der Sozialstation aussprechen – das ist nicht selbstverständlich!
00:24:55: Wir leben es ja auch wenn ich jetzt an palliative Dienste denke, die ja auch zur Sozialstation gehören, dass eigentlich im Territorium, was wir nicht betreten in Anführungsstrichen.
00:25:12: Weil wir uns abgesprochen haben in der Caritas aber die haben halt diese Möglichkeiten nicht.
00:25:16: wie haben sie und wir fahren auch jetzt seit neuesten Begründen hinaus das tun wir auch Richtung West westliches Land dass wir auch nach Hilkenbrug fahren Richtung Loro oder Rassdorf fahren wo wir Tagespflege an Gebote jetzt auch darstellen können über Gehlenberg wie sagt das Altenpflegezentrum dort und wir konkurrieren nicht sondern wir versuchen weil wir halt die Kapazitäten haben, dort auch zu helfen.
00:25:41: Also ich finde ganz wichtig ist bei pflegenden Angehörigen das sie erst mal einen Weg finden oder Menschen finden, die zuhören wo sich ein pflegen Angehöhriger einfach auch mal aussprechen kann Die Last von der Seele sprechen kann dass es einfach auch schwierig und ganz belastend ist.
00:25:59: Ich denke das ist schonmal der erste Schritt.
00:26:02: Das find' ich erstmal prima wichtig dass man diese pflegen Angehörigen in den Fokus nimmt und sieht, was die jeden Tag leisten.
00:26:09: Und das vielleicht auch aus der Gesellschaft heraus, dass noch mal so kommuniziert wird?
00:26:14: Was macht ihr eigentlich für tolle Arbeit zu Hause?
00:26:16: Abgesehen von Hilfestellungen oder technischen Kniffen, die dann Angehöre mit lernen oder versuchen weiterzugeben ... Es ist ja ein enormer Wechsel, den ich dort durchlebe.
00:26:29: Denn auf einmal erlebe ich vielleicht meine Mutter, meinen Vater vor dem ich großen Respekt hatte und immer aufgeschaut habe, als ein hilfsbedürftiges Häufchenelend.
00:26:41: Wo ich auch eine Schamgrenze fallen lassen muss wenn es um das Thema Waschung geht beispielsweise oder Pflege generell.
00:26:49: Das muss doch erst mal vergegenwärtigt werden?
00:26:52: Genau da gibt's ja auch Grenzüberschreitungen.
00:26:55: Viele Dinge muss man auch aushalten können und ich finde, da muss man die Angehörigen wieder in den Fokus nehmen.
00:27:01: Dass dieses Aushalten-Können ja nicht einfach so passiert.
00:27:04: Das passiert ja über mehrere Wochen, Monate hinweg ist einfach schwierig.
00:27:10: Es gibt dann ganz viele Bereiche Selbsthilfegruppen ohne das jetzt so übereinkommen zu schieren aber gibt es die Möglichkeit sich mit anderen Angehörigen, die in einer ähnlichen Situation sich befinden auszutauschen.
00:27:23: Also ich weiß dass es über den über die Gemeindekaritas hier die Angebote Familien entlassener Dienst gibt.
00:27:29: also der Ausbau diesbezüglich selbsthilfegruppen wäre natürlich auch normal.
00:27:33: ein politisches Thema was man nochmal angehen könnte ja aber es gibt im Friseurte die Möglichkeit über die gemeinde Karitas.
00:27:41: Frau Hauskamp warum ist es so wichtig das Angehörege dieser Unterstützung nicht als Schwäche sondern als Entlastung auch annehmen.
00:27:50: Ich denke, dass da ganz viel Empathie wieder gefragt ist, wenn die Angehörigen natürlich das Ganze als Schwäche erst ansehen, dass man die darin stärkt und es in dem Fall ja gar nicht unbedingt gegeben ist, sondern dass das wirklich eine Sicherheit geben
00:28:05: soll.".
00:28:06: Ich finde als Angehöriger ist es auch schwierig, wenn man sein Vater oder seinen Partner oder wen noch immer pflegt in diese Schiene zu gehen.
00:28:13: Bevormunde ich ihn jetzt?
00:28:15: Oder bevormundete ich ihm nicht?
00:28:16: Ja also das find' ich auch... Ist ein Spagat und die Rollen verteilen sich auch anders!
00:28:22: Wenn jemand vorher Selbstbewusst im Leben stand dann auf einmal einen Schlaganfall oder was auch immer hatte Dann ist er vielleicht auch nicht mehr der Vater für mich sondern jemand anderes für mich.
00:28:33: Also die Rollend ändern sich massiv
00:28:35: Also auch die Persönlichkeit des Menschenfeldes.
00:28:39: Eine Frage,
00:28:39: die mich jetzt gerade schon umtrieb wir haben vorhin mal kurz Kinder und alte Menschen verglichen im Umgang miteinander.
00:28:45: nur gibt es ja Geburtsvorbereitungskurse.
00:28:47: Es gibt was weiß ich für Kurse wie ich mit Kindern umgehe?
00:28:50: Gibt es eigentlich alters Vorbereitungskurse dass man also sagt Ich merke mein Vater meine Mutter wird dement.
00:28:58: Kann ich mich vorher schon an jemandem wenden und sagen Wie gehe ich mit dieser Für mich neuen Entwicklung um?
00:29:04: Auf was muss ich mich vorbereiten?
00:29:05: Gibt's da was?
00:29:06: Also, die Krankenkassen bieten ja so genannte Pflegekurse auch an für pflegende Angehörige.
00:29:11: Das ist aber dann ja so dass das nicht im Vorfeld stattfindet sondern erst dann wenn es zur Pflegebedürftigkeit gekommen ist.
00:29:18: Es gibt natürlich auch über die Gemeindekaritas diese Selbsthilfegruppen.
00:29:22: Das ist so.
00:29:22: das was mir jetzt im Moment dazu einfällt.
00:29:24: Wir haben vorhin auch schon gesprochen und zwar noch mal.
00:29:27: das Thema Rituale Ist ganz wichtig finde ich.
00:29:29: ein pflegenangehöriger habe Jürgenstadt auch gesagt Und ich habe es vor meinen Schwiegeltern erlebt, mit dem wir unter einem Dach gewohnt haben.
00:29:38: Also da war nach wie vor sieben Uhr morgens aufstehen.
00:29:42: Schrieger Mutter hat Schieger Papa gepflegt aber wenn's dann was Doris vorn noch sagte doch zu Dusche ging und so weiter, dann kamen schon die Fachkräfte.
00:29:49: Das muss man auch ganz konsequent trennen dass man sagt Ich versorge ihn sozial Was ich machen kann ich auch noch ein paar Tabletten geben Aber ich muss bestimmte Leistungen doch den Profis überlassen die dort auch anders zupacken oder an das Hand haben.
00:30:07: Welche Strukturen brauchen wir bei uns in der Region damit Angehörige nicht ausbrennen?
00:30:14: Ich glaube, dass sind diese sozialen Strukture.
00:30:16: Das ist ganz bewusst dieser Campus an sozialem Miteinander.
00:30:22: Ich habe vorhin davon gesprochen, dass ich mir so etwas Ähnliches plane und eine Hoffnung, dass wir es auch kriegen von Minister Philippi, wo er aufsagte die Chance des Samarinenstifts, des Samarin-Hospitals liegt darin dass wir hier vor Ort alles anbieten.
00:30:37: Dass wir ein Miteinander haben das für die Strukturen, Medizin und Pflege unter einem Dach haben.
00:30:43: Wir schaffen mir es denn, dass niemand das Gefühl hat mit dieser Aufgabe allein zu sein wenn er dem plötzlich durch in der Situation wiederfindet jemanden pflegen zu müssen
00:30:52: Indem ich halt Gesprächskanäle habe oder auch Treffen eröffne.
00:30:57: Und das ist der Idee, die wir haben dieses Inklusionscafé, dass ich Mülligkeit nicht schaffe.
00:31:03: Wo ich nicht nur meine Tastik-Café mal ein Stück Kuchen vielleicht einsam oder zu zweit in einem ... gegen die Qualität Bäckercafés zu mir zu nehmen und zu genießen sondern halt, dass sich in einem größeren Raum Teile haben kann.
00:31:16: Wir erleben es ja aber auch so der Kapitalier des Krankenhauses Da haben wir auch gegesslich über das immer mehr Dass auch alte Menschen bei uns mittags zu essen kommen Ja, schon regelmäßig kommen und die sich auch dieses Mittagessen dann halt gönnen.
00:31:28: Die wollen kein Essen auf Räder haben sondern sie wollen etwas erleben.
00:31:32: Sie wollen auch etwas sehen und hören und spüren.
00:31:37: Herzlichen Dank!
00:31:38: Ich möchte mich bedanken bei Ben Wessels, bei Doris Meier, bei Julefoss und Laura Rauskamp bei Jürgen Preuth und bei Heiner Sticks.
00:31:47: Danke für ihre Offenheit ihrer Erfahrung und ihre Zeit.
00:31:50: ich danke natürlich auch ihnen wie sie wieder zugehört haben.
00:31:53: Vielleicht begleiten Sie selbst jemanden, vielleicht stehen sie kurz davor.
00:31:57: Vielleicht möchten Sie einfach nur verstehen was Angehörige brauchen?
00:32:00: Egal aus welchem Grund Sie heute dabei sind es ist gut dass Sie da sind.
00:32:05: darüber freuen wir uns sehr.
00:32:06: am besten so noch nicht geschehen abonnieren sich gleich diesen podcast ein button-druck keinerlei kosten verbunden ist und sie verpassen keine neue herzblut und heil kunstfolge mehr.
00:32:17: mein namens glas koos für uns in vierzehn tagen wieder bis dahin unsere gute zeit.
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