Folge 55: Älterwerden in Friesoythe – Teil 1: Alltag, Bewegung, Gemeinschaft

Shownotes

In diesem ersten Teil unserer Doppelfolge von "Herzblut und Heilkunst" nehmen wir Sie mit in den Alltag zweier hochbetagter Frauen aus dem St.-Elisabeth-Haus, der Seniorenpflegeeinrichtung des St.-Marien-Stifts in Friesoythe. Gemeinsam mit Gisela Reiners und Maria von Garrel sprechen wir darüber, wie sich Alter anfühlt – ganz konkret, ganz nah und jenseits aller Klischees.

Begleitet werden die beiden von Birgit Hellwege, Krankengymnastin im Haus, die aus ihrer täglichen Arbeit erzählt: von kleinen Fortschritten, von Vertrauen, von Mut und davon, wie viel Lebensqualität Bewegung im hohen Alter schenken kann.

Eine weitere Perspektive bringt Carola Reiners ein, Landwirtin und engagierte Ehrenamtliche beim SV Hansa Friesoythe. Sie berichtet über Angebote wie 3000 Schritte gegen Demenz, über Sport- und Bewegungsgruppen für ältere Menschen und darüber, wie Begegnung und Aktivität Einsamkeit vorbeugen.

Und schließlich ordnet Heiner Stix, Journalist aus Friesoythe, die Eindrücke ein. Er hat recherchiert, wie gut die Stadt ältere Menschen unterstützt, welche Rolle der Seniorenbeirat spielt und wo Strukturen tragen – oder brüchig werden.

Diese Folge zeigt, wie Altern klingt, wie es sich anfühlt und wie viel Kraft in Gemeinschaft, Bewegung und guter Begleitung steckt. Ein leiser, ehrlicher und zugleich ermutigender Blick auf das Älterwerden in Friesoythe.

  • Moderation: Lars Cohrs
  • Redaktion: Vanessa Bartelt-Kapustin und Heiner Stix
  • Produktion: COHRS MEDIA im Auftrag des St. Marienstifts in Friesoythe

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzblut und Heilkunst.

00:00:04: Ein Blicke in den Krankenhausalltag mit Lars Kors, Geschichten und Entwicklungen aus dem Sankt Marine-Hospital in Friseute.

00:00:18: Moin und willkommen zu Herzblut & Heilkunszt!

00:00:23: Heute widmen wir uns an einem Thema das selten laut wird aber viel über eine Stadt erzählt Denn wie gut gelingt das Älterwerden?

00:00:31: Also ganz konkret, ganz nah mitten in Friseute.

00:00:34: Wir sprechen darüber nicht abstrakt sondern mit Menschen die es erleben... ...die begleiten, die bewegen und auch die recherchiert haben in diesem Bereich.

00:00:43: Bei uns im Podcast sind heute zwei Frauen zu Gast, die wissen wie sich Alter wirklich anfühlt.

00:00:50: Nämlich Gisela Reiners und Maria von Garrel Beide soviel darf ich sagen Über achtzig Jahre alt, beide Bewohnerinnen des St.

00:00:59: Elisabeth-Hauses und die Frau Miserer, dass sie heute da sind.

00:01:02: Moin an Sie Beide!

00:01:04: Moin moin!

00:01:06: An Ihrer Seite Birgit Helwege, gekrankten Geblasstin hier im Haus.

00:01:10: Im Sankt Marienenschrift eine Frau, die täglich erlebt wie viel Mut, Kraft und Humor auch im hohen Alter steckt.

00:01:16: Moins, Frau HelweGE.

00:01:18: Außerdem bei uns Karona Rheiners Landwirte und Ehrenamtliche Bain.

00:01:25: Sie bringt Bewegung in die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes.

00:01:28: Drei Tausend Schritte gegen Demenz, Sportangebote, Gesprächsrunden und Begegnungen.

00:01:33: auch herzliches Moin, Carole Reinhardt.

00:01:35: Ja hallo!

00:01:36: Und schließlich Heiner Sticks, Journalist aus Freiseute.

00:01:39: Heine hat recherchiert für die Stadt ältere Menschen unterstützt wo Strukturen tragen und wo sie brüchig werden.

00:01:45: moin

00:01:46: Heinerd.

00:01:46: Moin la.

00:01:47: Diese Doppelfolge lohnt sich weil sie zeigt was man sonst nicht hört nämlich wie Altern

00:01:52: klingt,

00:01:53: wie es sich anfühlt und was eine Stadt tun kann.

00:01:56: Damit Menschen

00:01:57: gut alt

00:01:58: werden!

00:02:02: In der ersten Runde wollen wir verstehen, wie sich Alter im Alltag wirklich anfühlen.

00:02:06: Jenseits also von Statistiken und Schlagwörtern.

00:02:09: zwei Frauen die heute bei uns zu Gast sind erzählen aus ihrem Leben Und begitelwege ergänzt das Ganze?

00:02:15: Was sie aus professioneller Sicht beobachtet.

00:02:17: Frau Reiners gleich an Sie mal die Frage Wie beginnt für Sie ein guter Tag in St.

00:02:23: Elisabethhaus?

00:02:24: Ich bin ziemlich früh immer da, sechs Uhr ist bei mir oft Zeit zu Ende.

00:02:30: Und dann steh ich langsam auf und mach noch alles selber.

00:02:34: Morgen Toilette

00:02:35: usw.,

00:02:37: wenn ich fertig bin, räume ich mein Zimmer ... Also Loch-Loch kann ich es!

00:02:42: Dann räum' ich mein Zimmer auf und ja, dann ist natürlich schon Füßegerlisacht.

00:02:48: Geht alles ein bisschen langsam.

00:02:51: Früher hat man es schneller gekonnt, aber wie gesagt das ist jetzt nichts mehr.

00:02:55: Die Firma hat ja Zeit und man kann sich Zeit lassen.

00:02:59: Sie stehen auch nicht unter Zeitdruck?

00:03:00: Nein,

00:03:00: man braucht nicht mehr zur Arbeit wie sonst!

00:03:04: Und dann geht man zu Frühstück.

00:03:06: Wie sah ihr Leben aus, bevor Sie in St.

00:03:09: Elisabethhaus zogen?

00:03:10: Ich hab einen eigenen Haus gelebt.

00:03:13: Das war nicht so strukturiert wie hier jetzt im Heim.

00:03:19: Nach der Uhr gucken wir und sagen, das muss ... Aber ansonsten zu Hause hat man das eigentlich ein bisschen ... Schleifen lassen, man hatte ja Zeit.

00:03:29: Und wohnte alleine immer aus in einer Wohnung ... Ich hatte oben eine Oberwohnung und hab dann da selbst gewirtschaftet, kriegst den Besuch

00:03:40: usw.,

00:03:41: die Kinder kamen immer und gucken, ob man alles in Ordnung hatte.

00:03:46: Aber sonst war das doch schon ein bisschen anderes Leben.

00:03:51: Und jetzt hat ihr Leben eine neue Struktur?

00:03:54: Ja, man muss sich schon an die Hausbeordnung so ein bisschen halten.

00:03:58: Das ist ja natürlich ... Ich bin auch erst seit einem halben Jahr alt.

00:04:04: Aber ich habe mich selbst entschieden da reinzugehen, weil eben die Kraft und so weiter nicht

00:04:09: mehr

00:04:10: für alles so reicht.

00:04:11: So hab ich gedacht dann drückst du auf den Knopf und dann kommt gleich jemand an statt dass man erstmal tausende Telefonate

00:04:20: machen

00:04:20: muss usw.

00:04:22: Ja, und hat gut geklappt.

00:04:23: Im Anfang Februar bin ich dann hier eingezogen ... Und muss ehrlich sagen, bin richtig überrascht.

00:04:30: Es war sehr schön.

00:04:32: Bin gut empfangen worden und auch fühle mich wohl.

00:04:35: Hab noch kein Heimweh gehabt usw.

00:04:40: Ich hab noch so ein paar Gleichgesinnte, die dann eben wie gesagt, wo man sich auch noch richtig mit unterhalten kann.

00:04:48: Das macht Spaß und ist es wirklich schön da.

00:04:51: Frau von Garrell, was hat sich im Alter für Sie am stärksten verändert?

00:04:57: Wenn Sie mal zurückdenken, Ihr Leben vor zwanzig Jahren und das Leben heute... ...das

00:05:02: körperliche, dass mein Laufen nicht mehr so gut ist!

00:05:05: Ja aber ich kann teutäu-teutäuer noch Fahrrad fahren.

00:05:10: Ich bin auch immer noch unterwegs, hatte auch ein eigenes Haus mit Kindern und Haushalt gemacht.

00:05:14: Wie lange leben Sie jetzt hier schon im Sommer?

00:05:17: Eineinhalb Jahre!

00:05:18: Ich bin jetzt eineinhalb jahre hier Und ich bin auch sehr froh dass ich hier bin.

00:05:21: Mir gefällt wirklich alles gut und ich möchte auch gar nicht wieder alleine in meine Wohnung zurück in mein Haus.

00:05:27: Was war denn für sie damals als sie vor eineinhalb Jahren hierher zogen Die größte Umstellung?

00:05:33: Ich hatte eigentlich gar keine Schwierigkeiten.

00:05:35: Ich war so froh das ich hier war.

00:05:36: Sie mussten sich ja deutlich erst mal verkleinern.

00:05:39: Ja gut, das vermisse ich ja manchmal.

00:05:41: Das stimmt schon.

00:05:42: aber sonst ... Ich brauchte mich nichts mehr kümmern und wurde versorgt.

00:05:46: Das ist ein toller Sache wenn man morgens aufsteht.

00:05:49: Man setzt sich zum Frühstück, kriegt seinen Mittagessen.

00:05:51: Man hat Leute um sich herum, man ist nicht alleine.

00:05:55: also das ist ja schöner als wenn ich nur allein in meiner Wohnung bin.

00:06:00: Das große Haus und Garten und alles und man kann es nicht mehr und das guckt einem dann entgegen.

00:06:04: Keiner hat Zeit mehr und, und.

00:06:06: Dann ist man froh, dass es alles zu klein und einfach ist und schön ist.

00:06:11: Der ist auch einfacher geworden.

00:06:14: Da haben wir noch nicht so viel

00:06:15: ... Das fällt ja eine große Last von einem runter!

00:06:19: Man lebt gut

00:06:20: hier und braucht sich nichts kümmern.

00:06:22: Man braucht keinen Einkaufssättel mehr fertig machen.

00:06:24: Das ist doch alles einfach schön.

00:06:28: Und das Personal und alles drumherum ist alles gut.

00:06:31: Ich meine, Schomann hat alles richtig gemacht.

00:06:35: Wenn Sie jetzt zum Beispiel sagten ... Ach!

00:06:38: Ich hätte ja mal Lust auf... ich spinne jetzt einfach mal ne?

00:06:43: Senfsoße mit Eiern heute Mittag und schönen Kartoffeln dazu.

00:06:47: Könnten sie so was da sagen im St.

00:06:49: Elisabeth Haus, ob die mal sowas auch auf dem Plan nehmen könnten?

00:06:53: Doch, beim Elisabeth Haus bin ich auch gefragt worden über alle Sachen was mir gefällt.

00:06:58: Nicht gefällt Personal alles drum herum.

00:07:01: und da habe ich nur gesagt Ich bin jetzt ein Jahr hier und ich hab so lange wie ich hier bin noch keinen Salat gegessen.

00:07:08: Und das stimmt.

00:07:09: Zwei Tage später gibt es einen Salat und jetzt gibt's das.

00:07:12: Und dann hast du immer ein Salat, bunter Salat mit Tomaten-Gucken-Salat, wie man so nen Salat macht von allen.

00:07:19: Da kannst du ja nichts falsch

00:07:20: machen?

00:07:20: Ja,

00:07:20: nee da kannst du nix falsch machen!

00:07:23: Frau Reiner ist Frau van Garel was unterschätzen eigentlich so wir Jüngeren häufig wenn wir über das Alter sprechen?

00:07:30: Wenn ich an meine Mutter denke Man hat immer gesagt, stell ich nicht so an oder so ähnlich.

00:07:36: Aber jetzt sind wir selber in dem Alter gefiessen, weil das so ist und dass es auch normal ist.

00:07:41: Wenn Sie mal zurückdenken, vor dreißig Jahren ... Der waren doch achtzigjährige Uher-Uhr alt!

00:07:50: Aber sie fühlen sich doch nicht so ureid.

00:07:51: Wenn

00:07:52: ich meine Mutter denke, die denn alle so dunkel sind, dann kleidet man sich immer ... Nee, das kann ich nicht anziehen in der Art.

00:08:01: Das ist noch zu bunt.

00:08:03: Nein, nein!

00:08:04: Dann muss sich hier was Dunkeles her und da ... Also, das war ja schon ab sechzig.

00:08:09: Da waren wir ja schon vorhin.

00:08:10: Und wir

00:08:11: fühlern uns auch gar nicht alt?

00:08:12: Nee.

00:08:13: Jetzt wird mit Achtzig weiße Hülosen

00:08:16: usw.,

00:08:17: dass es Gango gebe jetzt.

00:08:19: Das wird kein Schwarzes mehr angezogen.

00:08:50: Bewegung ist im Alter kein Leistungssport, sondern Lebensqualität.

00:08:53: In dieser Runde sprechen wir darüber wie kleine Schritte große Wirkung haben können – im Pflegeheim aber auch draußen in der Stadt!

00:09:00: Begetellwege sind auf der einen Seite Krankenumlastin, das habe ich schon erzählt, aber sie sind auch Leiterin der Physiotherapie hier im Haus.

00:09:07: Warum ist Bewegung im hohen Alter eigentlich so entscheidend?

00:09:10: Und was verändert sich wenn Menschen aktiv bleiben?

00:09:16: Es

00:09:16: tut einem gut auf jeden Fall Ja.

00:09:19: Es tut einem gut!

00:09:21: Das

00:09:21: merke ich immer bei mir, dass ich immer noch meine Runde drehe.

00:09:26: Immer meine Runden, damit ich es immer noch so lange bleibe.

00:09:29: Ob ich nach Rossmann oder nach Familie und in meinem Fahrrad nach Hause fahren kann ist natürlich zum Friedhof und alle solche Sachen.

00:09:38: Da isst man ja mit sich zufrieden.

00:09:41: Frau Hellwege was sagen Sie denn dazu?

00:09:44: Was Frau von Garrel jetzt eben gerade sagte, damit man die Alltagsbewegung noch bewerkt kann.

00:09:49: Das ist das Wichtigste, also ich muss hier jetzt mit einem älteren Menschen keine Übungen machen um da irgendwelche Höchstleistung zu fordern sondern dass die Alltagsbewegung die müssen problemlos funktionieren.

00:10:00: Das heißt also mal rauszugehen oder dass dieser ganz alltägliche Sachen Toilettengang selbstständig sein kann.

00:10:06: Ich hatte auch schon Bewohner die starke Einschränkungen hatten, dass sie nie mehr alleine essen konnten, dass man solche Sachen wieder trainiert, erhalten bleibt oder auch wiederkommt.

00:10:18: Gibt es nicht Übungen, die gut funktionieren bei älteren Menschen?

00:10:21: Ja,

00:10:22: wenn ich zu den Bewohnern komme diese Bewegung im Sitzen also diese Hockergymnastik ist aber ganz effektiv weil wir alle Gelenke mobilisieren können.

00:10:31: Patient sitzt sicher.

00:10:33: Es klappt immer und man hat da immer die Möglichkeit nochmal das persönliche Gespräch dann noch mal zu führen.

00:10:38: Karola

00:10:39: Reiners ist bei uns vom SV Hansa Friseute dem hiesigen großen Sportverein in Friseute.

00:10:47: Sie erleben ältere Menschen im Verein, was motiviert sie denn überhaupt zu kommen?

00:10:51: und die Menschen?

00:10:53: Sie wollen fit für den Alltag bleiben das heißt sie brauchen nicht mehr unbedingt das Sportabzeichen obwohl es natürlich auch Fitte gibt die das noch erreichen wollen.

00:11:02: aber das wichtige ist Kraft zu behalten um wirklich den Alltag bewältigen zu können, Konditionen zu behalten.

00:11:10: Um Herz und Kreislauf zu stärken.

00:11:12: Um auch wirklich dann im Alltag noch die Runden drehen zu können wie Frau von Garrell sagte selbst tätig zu sein und sich selbst versorgen zu können.

00:11:22: Und natürlich auch ganz wichtig der soziale Abspekt.

00:11:26: Im Verein kann man Gleichgesinnte treffen Da kann man sich unterhalten da kann Man sich verabreden.

00:11:32: Sie bieten ja über den SV Hanser Friseute Auch ein Programm, das nennt sich Dreitausend Schritte gegen Demenz.

00:11:41: Das ist ein Format vom Niedersächsischen Turnerbund.

00:11:44: Wir haben das vor zehn Jahren als Ersterverein in Niederson mit angefangen.

00:11:49: Es ist eingeschlagen wie eine Bombe.

00:11:51: Also das läuft!

00:11:52: Wir hatten jetzt gerade im Mai unser Jubiläum und da kommen Leute oft auch Alleinstähende zusammen.

00:11:59: Wir treffen uns im Stadtpark Wir bieten einen geführten Spaziergang

00:12:04: an

00:12:04: mit ausgebildeten Gebegleiterinnen und dann machen wir zwischendurch Stationen, um ein bisschen Denksport zu machen.

00:12:12: Mal ein bisschen Kopfrechnen mal ein bisschen Rätsel lösen und Bewegung und Denken in Zusammenhang zu bringen das wird gut angenommen.

00:12:22: und es ist oft so dass ich hinterher noch Teilnehmer verabreden um eben Kaffee trinken zu gehen.

00:12:28: oder zur T-Stunde

00:12:29: Wenn Sie sagen, kleine Rechenaufgaben.

00:12:31: Was denn für welche?

00:12:32: Na ja das ist dann schon so dass man sagt jetzt fünf Schritte vor drei zurück zwei zur Seite oder wir stehen im Kreis und rechnen mal das einmal sieben jeder denn immer eine Zahl weiter.

00:12:46: also das ist schon eine Herausforderung.

00:12:48: ich bin immer total überrascht.

00:12:50: Ich glaube je älter die Teilnehmer sind umso besser können sich kopfrechnen.

00:12:54: Frau Reiners, wie erleben Sie selbst die Krankengymnastik hier im Haus?

00:13:00: Eher als Anstrengung oder als Erleichterung.

00:13:04: Es tut mir gut!

00:13:05: Ich möchte es gar nicht verpassen und immer dabei sein.

00:13:10: Was machen sie da genau?

00:13:12: Mittwochs haben wir ja immer krank und umlassig.

00:13:14: Ja,

00:13:14: von oben bis unten vom Kopf bis unten zu den Füßen jüngst als Süd immer bewegt.

00:13:19: Ein Zimmer auf dem Stuhl

00:13:21: mit den Bändern oder mit den Wellen auf jeden Fall?

00:13:23: Und werfen und gegenseitig werfen...

00:13:25: Ach so!

00:13:26: Sie haben so breite Gummibänder die sie hier

00:13:28: ziehen.

00:13:28: Die kleinen Bälle zum Reindrücken für die Finger gut ist usw.. Also mir ist das wichtig.

00:13:34: Freil, wie gewinnt man sich eigentlich von Angehörigen oder auch der Stadt um Bewegung im Alter noch besser zu unterstützen

00:13:40: auf was Frau Reiners eben sagte, das auch so ein bisschen publik zu machen.

00:13:44: Was für Angebote es überhaupt für die Senioren gibt?

00:13:47: Das ist manchmal noch so ein bißchen ja nicht undurchsichtig aber da müsste noch ein bißen Werbung gemacht werden.

00:13:52: denn jetzt zum Beispiel auch diese G-Führung, was Sie jetzt gerade sagten, Frau Reinars, dass habe ich jetzt auch zum ersten Mal gehört, dass das angeboten wird tatsächlich Ja!

00:14:00: Das ist natürlich für mich auch schön wenn ich sowas weiß weil ich ja auch Bewohner habe durchaus noch in der Lage sind, dort hinzugehen und auch dort mitzumachen.

00:14:09: Ja genau deswegen machen wir ja diesen Podcast.

00:14:12: Das ist wirklich

00:14:13: verwunderlich dass das noch nicht angekommen ist hier weil wir doch eigentlich auch vom Hansa immer Werbung machen Flyer verteilen und die eigentlich auch hier im Haus angekommen sein sollten.

00:14:23: Das würde ich mir noch wünschen, dass mehr Werbung gemacht wird.

00:14:26: Und das, was ich auch wünschten würde ... Dass die älteren Bewohner oder jetzt hier in Friseutel-Lebende ein bisschen mehr Einbezogen werden würden in das alltägliche Geschehen.

00:14:38: Wie könnte so was aussehen?

00:14:40: Ich sag mal durch Seniorentreffs oder mal Gymnastikgruppen oder

00:14:45: etc.,

00:14:46: denn viele Sachen wären ja nur für junge Leute angeboten

00:14:49: und genau das hab ich dem Bürgermeister angesprochen.

00:14:53: Nicht, ob nicht mehr noch für die Senioren in Friseute gemacht werden könnte.

00:14:56: Dann sagt er nur drauf ... Der wird ja schon genug gemacht!

00:14:59: Das ist Mittwoch-Senioren-Messe mit dem Frühstück oder die Sportarten jetzt hier solche Sachen dann vielleicht aber sonst ist ja nichts.

00:15:06: Na ja wir haben schon größere Angebotspalette.

00:15:09: Wir haben zum Beispiel den Goldenen Kreis.

00:15:11: das ist zwar nur einmal im Monat Aber wird auch sehr gut angenommen.

00:15:15: da treffen wir uns meistens im Franziskushaus Auch für ältere Und zu verschiedenen Themen laden wir Referenten ein, die Vorträge halten.

00:15:24: Wir machen auch mal ein bisschen Bewegungseinheiten oder fahren irgendwo hin.

00:15:29: Wir haben zum Beispiel das Gut Alt Neute schonmal besucht und haben uns das neue Polizeiebäude angeschaut.

00:15:37: also da ist immer großes Interesse da und auch das wird immer eigentlich beworben in der Presse auf den Social Media Kanälen.

00:15:46: Also Angebote sind glaube ich schon da Nicht nur Sportangebote, auch soziale Sachen.

00:15:52: Wir machen Spiele nach Mittage vom Verein ... Aber ich merke schon irgendwie dringen wir nicht durch, dass so was da ist!

00:15:59: Mir geht's genauso wie Karola.

00:16:01: Es gibt tatsächlich sehr viele Angebote.

00:16:03: Auch wenn ich an die Malteser denke, die Rikschauffahrten werden der Einkaufswagen für Menschen, die noch zu Hause wohnen.

00:16:12: Die Kirche macht unfassbar viel, das kann man sich gar nicht vorstellen.

00:16:16: zum Teil Aber ganz offensichtlich ist das ein Kommunikationsthema, ja?

00:16:21: Da müssen wir mal ran.

00:16:35: Stix hat sich im Rahmen seiner Recherche sehr intensiv mit dem Thema älter werdenden Friseute beschäftigt.

00:16:41: Heiner wie gut ist den Friseutel aufgestellt wenn es um Teilhabe im Alter geht?

00:16:45: Also nachdem ich mit ziemlich vielen Leuten gesprochen habe war ich schon so der Meinung gut aufgestellt.

00:16:50: Es gibt sehr viel, es gibt gerade in den Ortschaften ganz viele Treffen von älteren Menschen.

00:16:56: Die haben dann ihre Kaffee-Stunden zum Teil wöchentlich sogar.

00:17:00: Es gibt eben wie gesagt Angebote der Kirche und den Sportvereinen.

00:17:04: also ich glaube schon dass die Stadt gut aufgestellt ist aber ganz offensichtlich kommt das an vielen Orten bei vielen Menschen noch nicht so an.

00:17:12: Das wäre dann ein Abzug hinter Benote sozusagen.

00:17:14: Aber welche Angebote funktionieren besonders gut?

00:17:17: Und kannst du dir auch erklären warum?

00:17:19: Besonders gut funktionieren auf jeden Fall unterstützende Angebote.

00:17:22: Ich denke zum Beispiel an den Einkaufswagen von den Maltesern, die fahren mit älteren Menschen, die noch zu Hause wohnen aber nicht mehr so mobil sind, zum Einkaufen.

00:17:31: Das ist dann so ein Kleinbus.

00:17:32: da sitzen dann acht oder zehn Leute drin.

00:17:34: ich kaufe inzwischen fahre manchmal sogar zwei Busse mit Begleitung und kann man einkaufen im Laden.

00:17:39: Die Leute, die begleiter unterstützen tragen auch die Körbe nach Hause helfen sogar beim einräumenden Kühlschrank wenn es sein muss.

00:17:46: sowas wird sehr gut angenommen.

00:17:48: In den

00:17:49: Ortschaften, da ist natürlich das Leben noch mal ein bisschen anders als in der Kernstadt Friseute.

00:17:55: Den Ortschaftens werden diese Gesprächsrunden, diese Treffen die sich einfach über Jahrzehnte hinweg etabliert haben hervorragend angenommen.

00:18:02: Das ist ganz normal, das gehört zum Leben dazu.

00:18:04: Dienstags ist Kaffee mit den Senioren.

00:18:07: Das sind so eingespielte Sachen, die werden sicherlich gut angenommen.

00:18:13: Es gibt auch andere Angebote vom Seniorenbeirat

00:18:18: z.B.,

00:18:18: Informationsabende, wenn's drum geht, Enkeltrick oder digitaler Führerschein ... Da haben die mir erzählt, da ist die Nachfrage nicht so wie sie es gewünscht hätten.

00:18:28: Dabei betrifft das ja ganz viele Menschen und kann ganz viele Betreffen.

00:18:33: Da muss man noch überlegen, wie kann man mehr Menschen motivieren?

00:18:37: Was macht denn Friseute im Vergleich zu anderen Orten besonders?

00:18:41: Vielleicht auch besonders herausfordernd!

00:18:43: Besonders macht Friseutes sicherlich dass es durch die vielen kleinen Ortschaften einen starken Zusammenhalt gibt, von dem auch die älteren Menschen profitieren.

00:18:53: Die können da in ihrer Struktur noch sehr lange weiterleben.

00:18:57: Besonders herausfordernd macht das genau das auch.

00:19:01: Denn die Fläche infuseut ist furchtbar groß und ohne ein funktionierenden öffentlicher Personennahverkehr sind halt viele Menschen abgeschnitten an bestimmten Sachen teilzunehmen.

00:19:11: Zum Beispiel eben auch wenn sie noch fit genug sind einkaufen zu fahren, ohne das Auto zu benutzen.

00:19:16: Da kommt man immer wieder drauf, um einfach sagen muss das muss sich noch verbessern.

00:19:20: Karola Reiner ist.

00:19:20: was erleben Sie eigentlich in Ihren Gruppen bei Hansa Frisäute?

00:19:25: Wenn es um das Thema Gemeinschaft für ältere Menschen geht?

00:19:28: Ja also es ist ganz wichtig dass nicht nur die Bewegung im Mittelpunkt steht, sondern auch das Miteinander.

00:19:34: Das heißt es ist eigentlich immer so wenn wir irgendwelche Präventionskurse fit bis ins hohe Alter oder fit und gesund anbieten dass schon die ersten Minuten erst mal zum gemeinsamen Austausch da ist.

00:19:46: man muss sich was erzählen wie der Tag war wie die Woche war und dann geht es langsam los.

00:19:51: aber auch während des Sports ist dann das Sprechen nicht verboten.

00:19:55: Man hat eigentlich das Gefühl ganz großen Bedarf haben, zu reden und sich auszutauschen.

00:20:03: Und das ist auch möglich gerade bei diesen Kursen.

00:20:06: Welche Begegnungen bleiben Ihnen dabei besonders in Erinnerung?

00:20:10: Das sind schon Sachen wo es wirklich um persönliche Nöte ging.

00:20:15: eine Teilnehmerin sucht eine neue Wohnung wo wir jetzt alle in der Gruppe auf der Suche sind um ihr zu helfen Zum anderen auch bei Trauerfällen, wenn jemand seinen Partner verloren hat.

00:20:28: Dass dann die Gruppe ganz gut stützen kann und unterstützen kann.

00:20:33: Zum Teil werden Teilnehmerinnen abgeholt um sie wieder zu motivieren weiter in der Gruppe mitzumachen trotz der tiefen Traurigkeit.

00:20:42: also da hilft es schon, wenn man miteinander was macht.

00:20:47: Frau von Garrell, Frau Reilers wie erleben Sie denn eigentlich Gemeinschaft?

00:20:51: Im Sankt Elisabeth Haus.

00:20:53: Und was bedeutet Ihnen auch der Kontakt nach draußen, den Sie ja immer noch haben?

00:20:58: Da man eigentlich eine alte Friseuterin ist und viele Leute kennt oder ganz altfriseute kennt die Gemeinschaft, das bedeutet einem etwas natürlich.

00:21:06: Man kennt viele Leute, man spricht mit vielen Leuten hat immer Kontakt.

00:21:11: Man hat ja auch noch seine Freiheit müssen.

00:21:14: Es ist alles rundherum schön, man braucht sich nichts kümmern.

00:21:16: Das ist so das Schöne dran für mich wenigstens.

00:21:19: Macht viel aus wenn man so Früher immer so ... sich selber auch.

00:21:23: Man muss ja überlegen, dies macht man einkaufen und das musste haben.

00:21:28: Und jetzt mit einmal gar nicht.

00:21:29: Ich kam erst vor wie im Hotel, hab ich gedacht.

00:21:32: Man kann die Zeitung durchlegen?

00:21:35: Wieso ein inklusiv Urlaub!

00:21:38: Ja, es war wirklich diese Umstellung erst.

00:21:41: Aber jetzt in der Gemeinschaft zu Hause war ich ja auch allein viel alleine aber Kinder und so kamen ja auch immer.

00:21:50: Aber so jetzt ist das eine Gemeinschaft, morgens vom Frühstück geht es schon los.

00:21:58: Was

00:21:59: machen wir heute und was machen wir morgen?

00:22:03: Ich muss schon sagen, ich hab gar keine Zeit mehr für mich.

00:22:06: Und dann hier bloß immer zu vonein von einem Ding.

00:22:11: Termin zum anderen?

00:22:12: Ja

00:22:13: und zwar eine Anwendung und dann dies wieder... Also das muss ich schon sagen.

00:22:16: Eine Zeitung leben wollen wir auch noch.

00:22:18: Sehr viel Leben!

00:22:19: Ja aber das ist ja toll nicht?

00:22:21: Ja ne, das finde ich auch toll, muss ich auch sagen.

00:22:24: Ist doch immer schön dass wir die Zeitungen da haben, wie ich die auch immer für uns bereiten.

00:22:28: Frau von Karel, Sie Geburtstag haben.

00:22:30: Sie haben den Jahr hier mindestens schon einmal entdeckt?

00:22:33: Ja,

00:22:33: ich hab ihn zweimal hier und wie gesagt beim ersten Mal vor, ist ja ... Ich war richtig begeistert!

00:22:39: Was passiert denn?

00:22:40: Wird sich da schon so ein bisschen was überlegt?

00:22:42: Wenn man morgens kommt dann ist der Tisch ja schön geschmückt und wird gesungen und gratulieren alle und nachmittags mit dem Kaffee trinken.

00:22:49: Wir hatten den Raum zur Verfügung nachher, wie die Kinder nachmittag kamen.

00:22:53: also das war schon

00:22:54: sehr schön alles gut.

00:22:59: Zum Schluss dieser Doppelfolge schauen wir auf die Strukturen.

00:23:02: Was tut die Stadt?

00:23:03: Was bewegt der Seniorenbeirat beispielsweise und was brauchen ältere Menschen wirklich damit frehseute ein guter Ort für das Alter bleibt.

00:23:12: Heiner Sticks, du hast dich intensiv mit dem Seniorenbeirat beschäftigt.

00:23:16: Welche Themen stehen dort ganz oben?

00:23:19: Das Senioren-Beirat ist im Grunde genommen so eine Schnittstelle in Verbindungsglied zwischen älteren Menschen und der Stadtverwaltung ein Wegweiser auch wenn es darum geht.

00:23:27: mich habe da ein Thema an wem kann ich mich wenden?

00:23:31: Und das sind natürlich dann ganz häufig zum Beispiel Themen, die sich mit Mobilität beschäftigen.

00:23:36: Das in Jörn Beiraten greift es z.B.

00:23:38: auf wenn Gehwege schlecht sind und Fahrradwege schlecht geführt werden so dass sie also nicht sofort erkennbar ist wo geht der Fahrradweg eigentlich weiter?

00:23:46: Wenn Gehwege eben nichts aufhören, das ist dann halt für altere Menschen eher mal ein Problem als für junge oder... Mittelalte, so wie uns.

00:23:55: Das greift der Seniorenbeirat auf und versucht das dann halt auch über ein Mitglied im Ausschuss für Straßen- und Wege an die Politik, an die Stadtverhaltung heranzubringen.

00:24:03: Die haben zum Beispiel auch im Radwegekonzept mitgearbeitet um genau auf diese Themen zu achten dass

00:24:09: z.B.,

00:24:10: ja, so banalitäten, dass Bordsteine überall da wo es nötig ist abgesenkt werden damit auch Menschen mit Rollspielen oder mit Rolaturen da problemlos runterkommen.

00:24:19: Themen, die der Seniorenbeirat als Gremium der Stadtfriseute aufgreifen muss.

00:24:26: Gibt es denn auch bereits sichtbare Erfolge?

00:24:28: Ja!

00:24:28: Also eines sieht man ja an vielen Parkplätzen.

00:24:32: inzwischen hat das Senioren-Beirat sogenannte Seniorenparkplätze eingerichtet, die jetzt nicht wie die behinderten Parkplätze verpflichtend sind.

00:24:39: also da wirst du auch nicht abgeschleppt wenn junger Mann sich dahin stellt.

00:24:43: aber es ist tatsächlich so dass sie freigehalten werden und wer über was weiß ich, fünfundsechzig-siebzig-achtzig mit dem Auto unterwegs ist.

00:24:52: Findet auf die Art und Weise also zum Beispiel bei Plakkenburg, bei Freerichs hier am Krankenhaus oder so fast immer in den freien Parkplatz und das erleichtert natürlich die Sache.

00:25:02: dann will der Senioren Beirat aber das haben sie noch nicht geschafft auch Trinkbrunnen in der Stadt aufstellen dass man sich also wenn wir unterwegs sind es gerade schön heiß auch mal erfrischen kann.

00:25:13: Das tut den Menschen gut, das tut natürlich auch dem Klima in der Stadt gut.

00:25:16: Wenn ein bisschen Feuchtigkeit und so was auftaucht.

00:25:19: Das ist etwas, was noch nicht funktioniert hat.

00:25:21: Da bleiben sie weiter dran.

00:25:23: Es sind jetzt zwei Beispiele für ... Hat gut funktioniert?

00:25:27: Hat nicht so gut funktioniert!

00:25:28: Wo stößt denn eigentlich der Seniorenbeirat an Grenzen?

00:25:32: Ja oftmals ist es das Geld ganz einfach weil natürlich dass ich nur im Beirat selber nichts wirklich umsetzen kann.

00:25:37: Er ist immer darauf angewiesen, dass die Stadt das dann auch macht.

00:25:40: Oft ist es personelle Ressourcen, manchmal auch Unverständnis.

00:25:46: Kann man schon festhalten, dass sie nicht immer durchdringen mit ihren

00:25:49: Argumenten.".

00:25:50: Carola Reinhards-Fusien sieht in eigentlich im öffentlichen Raum die größten Hürden für ältere Menschen?

00:25:56: Ja, die größte Hürde sind natürlich auch wenn man in seiner Mobilität eingeschränkt ist, durch irgendwelche Hindernisse, durch zu enge Poller, die stehen oder durch zu hohe Bordsteine wie Heiner schon sagte Aber auch vielleicht in der Akzeptanz, dass doch so ein junger Mann mit seinem E-Scooter wenig Rücksicht nimmt.

00:26:18: Auf ältere Leute die vielleicht mitten auf dem Gehsteig gehen aus Sicherheitsgründen und der E-Scouter sich da ebenso dran vorbeischlängelt.

00:26:27: Also ich

00:26:27: finde es

00:26:28: mangelt und das nicht nur in Friseute auch so ein bisschen an Rücksichtsname, an gegenseitigem Respekt.

00:26:34: Wobei das natürlich jetzt nicht nur die älteren Menschen betrifft.

00:26:37: also ich dürfte auch schon den Sidiorenbeirat wählen aber mir geht das genauso.

00:26:41: Ich werde krass sind wenn du da unterwegs bist unter Zischen die an dir vorbei willst und schrinken nach links hin tun müssen aus Versehen und dann rauscht jemand in dich rein.

00:26:48: also Rücksichtslosigkeit ist tatsächlich ein Thema.

00:26:50: ja Ja und nicht nur Die E-Scooter auch Fahrradfahrer.

00:26:55: Wenn man an der Kasse steht und da ist eine ältere Person und zählt halt das Kleingeld, mein Gop die paar Minuten hat man doch Zeit und muss nicht gleich irgendwelche dummen Bemerkungen

00:27:04: machen.

00:27:05: Übrigens auch ein ganz interessanter Aspekt dass in Jörnbeirat beklagt ist, dass es immer mehr so Automatenkassen werden weil sie sagen für viele älteren Menschen ist die Kommunikation mit einer Kassiererin ein ganz großes Thema.

00:27:16: Das ist für manche tatsächlich der einzige Kontakt den Sie an dem Tag dann nach draußen haben.

00:27:21: gerade deswegen dann muss man auch mal sagen Jo Mach mal halt keinen Schlag, ist doch alles gut.

00:27:26: Finde ich auch und ich hoffe die Kassierer bleiben noch!

00:27:29: Ich hatte heute auch gerade ein nettes Gespräch mit

00:27:30: einer Kassiere

00:27:31: drin.

00:27:32: Birgit Helwiege welche strukturellen Dinge würden ihren Alltag hier im Sankt-Marienstift erleichtern?

00:27:39: Wünschenswert wäre das man bestimmten Einrichtungen oder was für uns leichter wäre überall Materialien zur Verfügung gehabt.

00:27:47: Ich sage mal als Beispiel Rollatoren oder Hurgewagen die schnell erreichbar sind und auch zugänglich wären für die Patienten, dass man dann sagen kann, dass jemand selbstständig

00:27:59: schon mal sich

00:27:59: ein Rollator nehmen kann oder Hilfsmittel.

00:28:03: Dass sie mehr noch zur Verfügung stehen

00:28:05: würden.".

00:28:06: Es heißt ja oft Politik wird für, also Kategorienpolitik wird für alte Menschen gemacht weil das die größte Wählergruppe ist.

00:28:13: aber genau das ist ja der Punkt.

00:28:14: den Seniorenbeirat dürfen sechstausend Menschen in Friseute wählen.

00:28:17: es ist eine viertelte Einwohnerschaft das ist also über sechzig Jahre alt.

00:28:21: Das wird noch ganz gewaltig viel mehr werden, weil natürlich immer weniger Jüngere nachrücken.

00:28:26: Irgendwann ist für Säute zur Hälfte über sechzig und für die Menschen muss einfach tatsächlich was gemacht werden, wenn wir als einfach verdammt viele sind.

00:28:34: Herzlichen Dank!

00:28:35: Damit sind wir am Ende des ersten Teils angekommen.

00:28:37: Ein großes Dankeschön an Sie alle hier am Tisch für die Offenheit, für die Einblicke und die Momente, in denen wir gemeinsam über vieles gedacht und auch spekuliert haben.

00:28:47: Wir haben heute gehört wie sich Alter im Alltag anfühlt,

00:28:50: wieviel

00:28:51: Mut im kleinen Schritten steckt und wie wichtig Menschen sind, die begleiten, motivieren oder einfach da sind.

00:28:57: Und wir haben gemerkt älter werden es nicht nur eine persönliche Erfahrung Es ist doch eine Frage von Strukturen nicht von Mobilität, von Teilhabe und von politischer Aufmerksamkeit.

00:29:07: Genau darum geht es auch um den zweiten Teil unserer Doppelfolgen von Herzblut und Heilkunst zum Thema älter werden in Friseute.

00:29:13: Ich freue mich wenn Sie in vierzehn Tagen wieder dabei sind.

00:29:16: bis dahin und zwar eine gute Zeit!

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